Stille Feiertage

Enni richtet Friedhöfe in Moers für Allerheiligen her

Auch auf den Friedhöfen liegt jetzt viel Laub.

Auch auf den Friedhöfen liegt jetzt viel Laub.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Moers.  Vor den stillen Feiertagen im November ist die Enni in Moers auf den Friedhöfen besonders aktiv. Auch ein Ehrengrab erhält einen neuen Glanz.

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Nach einem erneut sehr warmen Sommer erlebt der Niederrhein einen teils goldenen Herbst gepaart mit sehr regenreichen Tagen. Gerade die Sonne und zuletzt deutlich zweistellige Temperaturen wecken beim Menschen beinah Frühlingsgefühle. Die Bäume jedoch haben die Zeichen der Zeit längst erkannt und werfen ihre Blätterpracht ab – und das, obwohl es noch keinen Nachtfrost gab. Auch auf den zehn Moerser Friedhöfen purzelt das Laub bereits in großen Mengen.

Das 20-köpfige Team von Friedhofsmeister Karl-Heinz Koelen bei der Enni Stadt & Service hat alle Hände voll damit zu tun, die zehn städtischen Friedhöfe für die Feiertage Allerheiligen am 1. November und Totensonntag am 24. November herauszuputzen. „Wie in den Vorjahren verstärken wir unser Team mit Kollegen aus dem Bereich Grünflächen. Trotz allen Einsatzes wird an den beiden Feiertagen frisch gefallenes Laub auf den Friedhöfen liegen“, bedauert Koelen. An den Feiertagen strömen Katholiken und Protestanten auf die Friedhöfe und gedenken ihrer verstorbenen Angehörigen. Gerade wenn das Wetter schön wird, rechnen wir mit viel Betrieb.“

Mit 52 Hektar Gesamtfläche sind die Moerser Friedhöfe etwa so groß wie 77 Fußballfelder. „Wir werden alles geben, um für ein sauberes Erscheinungsbild zu sorgen. An den anstehenden Feiertagen soll alles besonders gepflegt sein. Das gilt für die privaten Gräber genauso wie für die Wege und Grünflächen“, sagt Koelen. So hat der Rasen durch die warmen Temperaturen noch einen Wachstumsschub erhalten und bekommt jetzt erst den letzten Schnitt vor dem Winter. Auch das Ehrengrab von Hanns Dieter Hüsch und die Kriegsgräber erhalten einen neuen Glanz. Nur die alten Steine behalten ihre Patina. „An den beiden Feiertagen werden auf fast allen Friedhöfen Messen und Andachten gefeiert. Das Umfeld der Friedhofskapellen liegt uns da natürlich sehr am Herzen“, sagt Koelen.

Müll im Kompost lässt die Gebühren steigen

Auch die Bürger sind auf den Friedhöfen eifrig am Werk. Das merkt Koelen an den gut 500 Kompost- und Restabfallbehältern, die sich über die Anlagen verteilen. „Wir müssen mit unseren Container-Fahrzeugen Doppelschichten fahren. Was morgens noch leer ist, ist abends prall gefüllt“, erzählt der Friedhofsmeister und bittet die Besucher, den Abfall zu trennen. „Wenn im Kompost Müll steckt, müssen wir ihn als Restabfall entsorgen. Das erhöht die Friedhofsgebühren.“

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