Ferienfreizeit

Eltern und Kinder machen Urlaub im Garten in Kamp-Lintfort

Spiel und Spaß im Diakoniegarten.

Spiel und Spaß im Diakoniegarten.

Foto: Arnulf Stoffel

Kamp-Lintfort.   „Ferien auf dem Bauernhof“ ist das Thema des Ferienangebotes der Grafschafter Diakonie. Da ist auch schon mal voller Körpereinsatz gefragt.

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Auf Rutschautos, Dreirädern und Treckern sausen die Kleinen über Wege und Wiesen. Hinten im Sandkasten wird fleißig gebuddelt. Und unter den Pavillons im Garten der Grafschafter Diakonie an der Konrad­straße erarbeiten sich Jungen und Mädchen selbstgemachte, hölzerne Steckenpferde, bemalen sie oder basteln andere Tiere rund um das Thema „Ferien auf dem Bauernhof“.

Ein Ferienangebot seit 22 Jahren

Seit 22 Jahren gibt es das Diakoniecafé zweimal wöchentlich in den Sommerferien für Eltern und Kinder. „Das Diakoniecafé entstand aus dem Wunsch nach einem konstanten Angebot für Kinder und Eltern, die in den Ferien zu Hause sind und vielleicht nicht so viel Geld haben, um andere Sachen mit den Kindern zu unternehmen“, sagt Elke Stüning, Leiterin der Dienststelle Kamp-Lintfort der Grafschafter Diakonie.

Rund 30 bis 40 Erwachsene und circa 50 Kinder – von Kleinkindern bis ins Teeanageralter – treffen sich hier seit gestern und noch bis zum 24. August

jeweils dienstags und donnerstags zum Kaffeetrinken, Reden, Spielen, Basteln und Toben. „Und um auch einen Ausflug zu machen“, sagt die Dienststellenleiterin. Am letzten Tag des Diakoniecafés geht es gemeinsam nach Geldern. Dann steht der Besuch des naturpädagogischen Bauernhofes „Reubaho“ auf dem Programm. Und bis dahin erarbeiten sich die Kinder an den zwei Nachmittagen in der Woche nach und nach das „Bauernhofthema“ des diesjährigen Sommerferienangebotes ganz kreativ: am kommenden Donnerstag werden Stallungen aus Holz gebaut, in der nächsten Woche basteln die Kinder Bauernhoftiere aus Klopapierrollen und es wird gegärtnert, in der letzten Ferienwoche, vor dem großen Ausflug, entstehen schließlich bunte Tiere auf der Leinwand unter vollen Körpereinsatz und mit Hand und Fuß.

Jeder gibt was er kann

Die Eltern genießen währenddessen eine kostenfreie Tasse Kaffee sowie Kuchen zum Selbstkostenreis. „Jeder gibt, was es ihm wert ist und was er kann, auch für den Ausflug gilt das“, sagt Elke Stüning. Finanzielle Unterstützung für das Diakoniecafé, das in diesem Jahr erstmals nur drei, statt bisher, vier Wochen lang angeboten wurde, gibt es von der Stadt Kamp-Lintfort: „Sie übernimmt alle Personalkosten“, so die Leiterin. „Und von den Stadtwerken, die den Ausflug mit 900 Euro bezuschussen.“ Außerdem gibt es Hilfe bei den Materialkosten. „In den vergangenen Jahren haben wir beispielsweise Gelder dafür von der Diakonie Stiftung oder auch von der Trox Stiftung erhalten und manchmal kommt auch Geld aus den Kirchenspenden der Gemeinden zu uns“, so Elke Stüning.

Tolle Abwechslung für Kinder

„Für die Kinder ist es vor allem eine tolle Abwechslung“, findet Marina Fikara, die mit ihren acht- und zehnjährigen Enkeltöchtern und ihrem achtjährigen Neffen das Diakoniecafé besucht. Die Mutter von zwei erwachsenen Kindern kennt das Angebot beinahe so lange, wie es existiert: „Ich war schon mit meinen eigenen Kindern hier, als sie in dem Alter waren. Mein Sohn ist heute 26 Jahre alt und meine Tochter 29 Jahre.“

Besonders schätzt sie, die als Mutter alleinerziehend war, das Ferienangebot, „weil die Kinder hier immer etwas finden, womit sie sich beschäftigen können, weil immer jemand da ist, der auch ein Auge auf sie hat, weil ich Ansprechpartner zu vielen Themen hier habe und weil man sich einfach mal in Ruhe mit anderen unterhalten kann“.

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