Niederberg-Gelände

Einzelhandel: Niederberger sprechen von Vertrauensverlust

Äpfel im Supermarkt.

Äpfel im Supermarkt.

Foto: Klaus Hartmann

Neukirchen-Vluyn.   In einem aktuellen Beitrag im Niederberg-Netzwerk äußert sich Anja Steinhoff über die Entwicklungen auf Niederberg-Süd. Sie sieht eine Chance.

Zufriedenheit sieht anders aus. Unter dem Titel „Viel verspielt! Über Versprechungen, Verzögerungen und Vertrauensverluste in Sachen Einzelhandel auf Niederberg“ schreibt Anja Steinhoff am Mittwoch im Niederberg-Netzwerk über ihre Sicht der bisherigen Einzelhandels-Ansiedlungspolitik auf Niederberg.

Nachdem der neue Einzelhandelskonzeptentwurf fertig ist, hatten die Fraktionen frühere Festlegungen bestätigt oder sich auf ein Ausmaß festgelegt (die NRZ berichtete). Unabhängig davon sollen weder das Barbaraviertel noch Niederberg vernachlässigt werden.

Sie fühlen sich als „Bürger zweiter Wahl“

Das kommt aber offenbar im Neubaugebiet anders an. Es möge nicht verwundern, dass es „Anwohner gibt, die sich – berechtigt oder nicht – als ,Bürger zweiter Wahl’ fühlen“, heißt es im Niederberg-Netzwerk. Der Bindestrich entwickele sich mehr und mehr zum Zankapfel, führt Anja Steinhoff weiter aus.

Sie erinnert an frühere Versprechungen der RAG Montan Mi in einer Broschüre, aus der sie wie folgt zitiert: „Ein Supermarkt macht den Anfang, weitere Angebote für Nahversorgung und Freizeit werden folgen.“ Sie befasst sich ferner mit den Entwicklungen vergangener Jahre und mit der Sortimentsliste.

In der Tat sei es eine Herausforderung, den Gegebenheiten einer Kleinstadt gerecht zu werden, die aus zwei historisch eigenständigen Dörfern entstanden sei. Es ergebe sich jedoch eine einmalige Chance. Nur ohne ein nachhaltiges Konzept gehe es nicht.

<< Auswertung der NRZ-Umfrage >>

An unserer (nicht repräsentativen) Umfrage „Brauchen wir mehr Lebensmittelmärkte?“ haben 2813 User teilgenommen. 48 Prozent stimmten für „Mir reichen die Einkaufsmöglichkeiten“, 47 Prozent meinten, Niederberg braucht Einkaufsmöglichkeiten, drei Prozent glauben nicht mehr an eine Entwicklung im Barbaraviertel und ein Prozent meint, beide Quartiere müssten gleich behandelt werden.

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