Landesgartenschau

Ein Garten Eden für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort

Ein Projekt, das sich nur gemeinsam stemmen lässt: der Garten Eden für die Landesgartenschau.

Ein Projekt, das sich nur gemeinsam stemmen lässt: der Garten Eden für die Landesgartenschau.

Foto: Norbert Prümen (nop) / FUNKE FotoServices

Kamp-Lintfort.  Acht christliche und muslimische Gemeinden haben sich für das Laga-Projekt zusammengetan. Jetzt werden noch Helfer gesucht.

Ab Herbst wird auf dem Landesgartenschau-Gelände ein Garten Eden entstehen – als engagiertes Gemeinschaftsprodukt christlicher und muslimischer Gemeinden in Kamp-Lintfort.

„Als klar war, dass die Landesgartenschau nach Kamp-Lintfort kommt, haben wir uns sehr schnell entschieden, dass wir die Tradition der Landesgartenschauen fortsetzen und uns mit einem Beitrag beteiligen wollen“, sagt Stephanie Dormann, zweite Vorsitzende des eigens für das Laga-Projekt gegründeten gemeinnützigen Vereins Eden. So soll nun auf 35 mal 25 Metern ein Garten wachsen, der Menschen zum Verweilen einlädt und interreligiöse Angebote vorhält.

Umgeben von einer Hecke wird es im Zentrum des Gartens ein Hochbeet geben, gesäumt von Bäumen und Metallstelen mit Symbolen der Religionsgemeinschaften. Geplant sind außerdem ruhige „Kommunikationsecken“ mit Sitzblöcken, ein Rundweg, ein Quellstein, ein großer Olivenbaum und ein „Wunschbaum“ sowie ein überdachter Bühnenbereich mit Ausrichtung nach Südosten für Gebetszeiten.

Großes Fest auf der Zentralbühne

Bei den geplanten Veranstaltungen im Garten Eden sind die Vereinsmitglieder offen: „Wir würden uns wünschen, dass sich die Gemeinden in einem Umkreis von 50 Kilometern um Kamp-Lintfort herum angesprochen fühlen, etwas beizusteuern“, so Dormann. Das könne genauso Musik wie Lesung, Theater oder Tanz sein, natürlich passend zum Thema. Einer der Höhepunkte könnte ein großes interreligiöses Fest auf der Zentralbühne werden, Ideen gibt es auch für ein Geocaching auf dem Gelände. Beteiligt an dem Projekt sind die Islamische Gemeinde der Bosniaken, die Ditib Haci Bayram Moschee Kamp-Lintfort, der Lintforter Integrations- und Bildungsverein, die Alevitische Gemeinde, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, die Neuapostolische Gemeinde, die katholische St. Josef-Gemeinde und die evangelische Kirchengemeinde Lintfort.

Der Verein kalkuliert für den Garten Eden mit einem Budget von 140.000 Euro, „110.000 Euro haben wir aktuell zusammen“, so Lutz Zemke, erster Vorsitzender des Vereins. „Wir wollen diesbezüglich aber noch einmal an die Stadt herantreten – es täte gut, wenn die Stadt etwas dazu gibt.“ Nicht nur Geld wird noch gebraucht, auch Menschen, die Zeit und Lust haben sich zu engagieren. „Zwischen 150 und 250 Helfer brauchen wir“, kalkuliert Zemke.

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