Stadtentwicklung

Die Wohnungsbau Stadt Moers baut eine neue Zentrale

So ist der Gebäudekörper geplant. Die Geschosse werden im oberen Bereich kleiner.Vorne verläuft die Homberger Straße, das Fahrzeug fährt Richtung Bahnunterführung, rechts befinden sich der Busbahnhof und die Feuerwache. An dieser Seite hat das geplante Gebäude auch seinen Eingang.

So ist der Gebäudekörper geplant. Die Geschosse werden im oberen Bereich kleiner.Vorne verläuft die Homberger Straße, das Fahrzeug fährt Richtung Bahnunterführung, rechts befinden sich der Busbahnhof und die Feuerwache. An dieser Seite hat das geplante Gebäude auch seinen Eingang.

Moers.   Dort, wo früher die Geschäftspavillons am Bahnhof standen, entsteht für 3 Millionen Euro ein Bürogebäude. Einzug ist Ende 2020 geplant.

Die Wohnungsbau Stadt Moers, mit 2900 Wohnungen einer der größten Vermieter in der Grafenstadt, bekommt eine neue Zentrale. Das Tochterunternehmen der Stadt errichtet gegenüber vom Bahnhof ein viergeschossiges Bürogebäude. Das alte Haupthaus an der Landwehrstraße ist verkauft.

3 Millionen Euro wird die Wohnungsbau Stadt Moers auf dem Grundstück an der Homberger Straße investieren, auf dem früher die Geschäftspavillons gestanden haben. Geschäftsführer Roland Rösch sagte der NRZ auf Anfrage, dass der Bauantrag in diesen Tagen gestellt werde. Ende des Jahres werde man mit dem Bau beginnen, der Umzug ist für das vierte Quartal 2020 geplant.

Roland Rösch ist besonders glücklich darüber, dass das Gebäude komplett barrierefrei sein wird, zumal sich fast alle Kundenbüros im Erdgeschoss befinden werden. Darüber hinaus ist ein angemessen großer Wartebereich geplant. Auch der ist am aktuellen Sitz der Gesellschaft zu klein: „Es kommt immer wieder vor, dass die Leute im Treppenhaus warten müssen.“

Überhaupt sei das Gebäude, in dem bis 1990 die Landeszentralbank residierte, längst zu klein für die Wohnungsbau, begründet Rösch die Notwendigkeit eines Umzugs. Mit den Jahren sind nicht nur die Aufgaben und Arbeitsbereiche des Unternehmens gewachsen. Für die gut 40 Mitarbeiter sei die Immobilie zu klein geworden, im Übrigen sind Akten auf mehrere Standorte verteilt. Auch die werden mit den Mitarbeitern später in die neue Zentrale am Bahnhof ziehen.

1185 Quadratmeter Bürofläche stehen in dem Neubau zur Verfügung, 350 Quadratmeter mehr als jetzt. Einen Keller wird es dort nicht geben. Der Grund: Roland Rösch und sein Team fürchten, dass so nah neben den Bahngleisen ein großes Loch zu graben, zu viele Unwägbarkeiten mit sich bringt, die den Bau verteuern und verzögern könnten. Rösch: „Wir wollen jedes Risiko ausschließen.“

Pläne für Wohnhaus begraben

Apropos Gleise: Mit der Entscheidung für das Verwaltungsgebäude hat sich die Wohnungsbau endgültig von dem Plan verabschiedet, an dieser Stelle Wohnungen zu bauen. Vorstöße dazu gab es mehrere in den vergangenen zehn Jahren, doch am Ende machte der Schallschutz stets einen Strich durch die Rechnung. Für Bürogebäude ist er etwas weniger streng – und deshalb bezahlbar.

Wer der neue Eigentümer des Hauses an der Landwehrstraße ist, kann Rösch wegen des Datenschutzes nicht sagen. Das Steuerberaterbüro, bereits jetzt Mieter im Erdgeschoss, werde wohl mehr Platz benötigen. Rein theoretisch, so Roland Rösch, seien dort auch Wohnungen möglich.

>>INFO:

Die Wohnungsbau Stadt Moers GmbH ist zu 100 Prozent eine städtische Tochtergesellschaft. Sie wurde 1953 gegründet, um nach dem Zweiten Weltkrieg die Wohnungsnot zu beseitigen. Heute besitzt sie etwa 2900 Wohnungen in Moers.

Auch die Wohnungsbau GmbH hat Tochtergesellschaften. Eine davon ist die 1996 gegründete Stadtbau Moers GmbH. Sie erledigt für die „Mutter“ das operative Verwaltungsgeschäft. Heißt: Spricht ein Mieter über seine Wohnung von der Wohnungsbau, sitzt ihm eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Stadtbau gegenüber. Formal ist es auch die Stadtbau GmbH, die die neue Zentrale baut und ihre Eigentümerin wird. Sie hat zudem Bollwerk und Musikschule umgebaut, aktuell realisiert sie das Alte Landratsamt.

Als weitere Tochter ist 2006 die Projektgesellschaft Schulsanierung Moers mbH (PROSA) gegründet worden. Seitdem sind 60 Millionen Euro in die Modernisierung und Barrierefreiheit von 20 Moerser Schulen geflossen. (wit)

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