Lichterkette

Die Moerser zeigen Haltung gegen den rechten Populismus

Die Teilnehmer setzten ein Zeichen für die Demokratie und gegen rechten Populismus.

Foto: Volker Herold

Die Teilnehmer setzten ein Zeichen für die Demokratie und gegen rechten Populismus. Foto: Volker Herold

Moers.   Eine Lichterkette für Toleranz und Zivilcourage zog sich durch die Innenstadt. Bei der Kundgebung auf dem Altmarkt fanden die Redner klare Worte.

Vom Altmarkt zog sich diesmal die Kette aus Menschen und Lichtern zum Synagogenbogen, da das Mahnmal am Alten Landratsamt baustellenbedingt als Startpunkt ausfiel. Alle waren an dem kalten Winterabend gekommen, um ein Zeichen gegen rechts zu setzen. Ibrahim Yetim, SPD-Landtagsabgeordneter und stellvertretender Bürgermeister, vermochte später bei der Kundgebung auf dem Altmarkt mit Stolz zu sagen: Moers ist eine nazifreie Stadt.“

Die Organisatoren der Lichterkette, die Mitglieder des Moerser Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage, sorgten dafür, dass die Lichterkette keine Lücken aufwies und riefen sofort nach ihrer Voll­endung zur Kundgebung auf dem Altmarkt, bei der Ibrahim Yetim, die Bundestagsabgeordneten Ulle Schauws (Grüne) und Siegmund Ehrmann (SPD) sowie der Moerser CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Brohl sprachen.

Zivilcourage ist nötiger denn je

Yetim hob hervor, dass Haltung, Mut und Zivilcourage in der heutigen Zeit nötiger seien denn je. Ulle Schauws erklärte sogar, dass die Gesellschaft die Anfänge, gegen die man sich bereits habe wehren müssen, längst hinter sich gelassen habe.

Ingo Brohl hob hervor, dass der Altmarkt voller Menschen ein Zeichen dafür sei, dass die Moerser die Werte ihrer Demokratie verteidigen und über alle Unterschiede hinweg eine gemeinsame Haltung zeigen.

Siegmund Ehrmann fand auf dem Altmarkt klare Worte. „Die NPD ist zwar mausetot, aber die rechte Denke breitet sich aus. Da braut sich etwas zusammen in unserem Land.“

Aber Ehrmann schaute weit über die Grenzen hinaus: Die Reden des US-amerikanischen Präsidenten Trump ließen einen erschauern, so der Bundestagsabgeordnete, man müsse in ihnen nur einmal Amerika durch Deutschland ersetzen und wisse, was die Stunde geschlagen habe.

Die AfD, namentlich deren Vertreter Björn Höcke, mache sich die Trump’sche Rhetorik zu eigen, und er sei nicht allein: „Dieser Sound kommt aus den USA, der Türkei und Polen.“ Daher sei es nicht damit getan, lediglich an einem Tag wie dem gestrigen Haltung zu zeigen.

Das Moerser Bündnis für Toleranz und Zivilcourage hat es am Freitag einmal mehr geschafft, ein Zeichen gegen rechten Populismus und rechte Tendenzen zu setzen. Der Dank muss den Menschen in der Lichterkette gelten.

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