Bildung

Die Grundschulen in Neukirchen-Vluyn bekommen keine Anbauten

Die Raumanalyse hat ein Ergebnis. Es muss nicht angebaut werden.

Die Raumanalyse hat ein Ergebnis. Es muss nicht angebaut werden.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Die Stadt Neukirchen-Vluyn hat eine Raumanalyse der Grundschulen in Auftrag gegeben. Die Frage ist, wie die Gebäude besser genutzt werden können.

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Die Grundschulen werden auf absehbare Zeit keine Anbauten an die Bestandsgebäude bekommen. Das ist ein Ergebnis aus der Raumanalyse, die am Mittwoch der Politik vorgestellt worden ist. Georg Heller von der Projektgruppe Bildung und Region (Biregio) aus Bonn hatte im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport detailliert den jeweiligen Bestand und mögliche Optimierungsmaßnahmen vorgestellt.

„Die Stadt Neukirchen-Vluyn hat ausreichend Platz für die Schüler, die sie mittelfristig zu erwarten hat“, sagte Georg Heller am Donnerstag im Gespräch mit der NRZ. Tendenziell sei das auch langfristig der Fall. Die Primarstufe habe in den vergangenen Jahren numerisch abgenommen. Der Rückgang betrug laut Heller minus 35 Prozent seit dem Schuljahr 2000/01. Als Grund benennt er den demografischen Wandel.

Nun sei mit einem Anstieg von +12 Prozent bis zum Schuljahr 2024/25 zu rechnen, führt er weiter aus. Den Grund dafür sieht Heller darin, dass es wieder „mehr Jungeltern in Neukirchen-Vluyn“ gebe.

Wie Heller auch der Politik dargestellt hatte, wird – der demografischen Analyse der Stadt folgend – im Bereich der Grundschulen ein Anstieg der Jahrgangsbreiten von rund 250 Kindern zu verzeichnen sein. Bis 2030 werden demnach wieder bis zu 1000 Schülerinnen und Schüler in der Primarstufe unterrichtet.

Es muss nicht angebaut werden, betont Heller. Im Bestand müssten kleine Anpassungen vorgenommen werden. Darüber hinaus spricht er von modernem Mobiliar. Letztlich, so wird aus seinen Ausführungen deutlich, geht es darum, die „Schule als Lebensraum“ zu sehen und somit ein „Zusammenwachsen von Schule und Betreuung“ zu forcieren.

Im besten Falle könne ein Schulgebäude den ganzen Tag über genutzt werden. Am Morgen für den Unterricht, nachmittags für den Offenen Ganztag. Das gehe aber nur, wenn der Schulträger investiert.

Das hat der offenkundig auch vor, wie die Erste Beigeordnete Margit Ciesielski am Donnerstag noch einmal bestätigte. Mit den ersten Maßnahmen soll im kommenden Jahr begonnen werden. „Es ist ein Umdenken erforderlich“, sagte Ciesielski mit Blick auf die Raumnutzung.

Es können 42 Klassen gebildet werden. Der Planer schlägt vor, grundsätzlich für 50 Prozent der Schüler einer Grundschule einen zusätzlichen OGS-Raum zur Verfügung zu stellen. Der Fachausschuss brachte die nächsten Schritte einstimmig auf den Weg.

Wie es in der Vorlage der Stadt heißt, werden „weiterhin schulorganisatorische Maßnahmen erforderlich sein (Begrenzung der Eingangsklassen), um die Raumkapazitäten optimal ausnutzen“ zu können.

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