Insektensterben

Die Grünen schenken Neukirchen-Vluyn ein Insektenhotel

Die Grünen schenken der Stadt ein Insektenhotel

Das Insektenhotel, das der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen der Stadt zur Verfügung gestellt hat, ist in den ersten Tagen bereits gut von den Wildbienen angenommen worden.

Das Insektenhotel, das der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen der Stadt zur Verfügung gestellt hat, ist in den ersten Tagen bereits gut von den Wildbienen angenommen worden.

Beschreibung anzeigen

Neukirchen-Vluyn.   Der Ortsverband Bündnis 90 / Grüne hat der Stadt eine Nisthilfe geschenkt. Das Hotel steht seit einigen Tagen und hat erste Gäste angelockt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die ersten Gäste haben nicht lange auf sich warten lassen. Das Hotel mutet aber auch zu kuschelig an, um daran vorbei zu fliegen. Und dann der Hahnenfuß auf der Wiese nebenan. Kulinarisch ein Traum! Das Insektenhotel, das der Ortsverband von Bündnis 90 / Die Grünen der Stadt zur Verfügung gestellt hat, ist in den ersten Tagen bereits gut von den Wildbienen angenommen worden.

Genauer gesagt: von den Hahnenfuß-Scherenbienen, wie Angelika von Speicher vom Ortsverband der Grünen erklärt. Es wäre super, wenn da erstmal nicht gemäht würde, sagt die Insektenexpertin und schaut zur Wiese rüber. „Sonst verhungern uns die Bienen.“ Am meisten vom Insektensterben seien die Wildbienen betroffen, führt sie weiter aus.

Asphaltierte Landschaften sind das große Problem

Und: Die größte Bestäuberleistung werde durch Wildbienen erzielt. Von den 500 Arten, so sagt von Speicher, seien 80 auf der roten Liste. „Das größte Problem sind die asphaltierten Landschaften“, führt sie weiter aus. „Die Tiere brauchen Futter!“ Insofern sei es auch keine Lösung, eine Nisthilfe aufzustellen, wenn im Vorgarten keine Blumen blühen, sondern Kieselsteine liegen.

„Es hat sich schon sehr viel bewegt“, freut sich Bürgermeister Harald Lenßen. Die Grünen seien im Rathaus offene Türen eingelaufen mit ihrem Projekt. Er kündigte zudem an, dass die Grünfläche am Insektenhotel zur Wildblumenwiese werden soll. 1200 Quadratmeter, bis zur Niederrheinallee. Auf einer Fläche von 40 qm möchte die Agendabeauftragte Marion May-Hacker mit der Aussaat beginnen.

Ein Beitrag gegen das Insektensterben

Ehrenamtler sind willkommen, mitzuhelfen. Angst vor den Wildbienen sei unbegründet. „Die Wildbiene ist eine Solitärbiene“, erklärt Michael Harig vom Grünflächenamt, der sich in diesen Tagen auch viel mit der Nisthilfe befasst hat. „Die Wildbiene hat ja nichts zu verteidigen“, sagt er schmunzelnd.

Die Grünen möchten mit ihrem neuen Projekt aufzeigen, wie man ganz einfach einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten kann.

Neben dem Insektenhotel ist eine große Tafel montiert, auf der die einzelnen Materialien aufgeführt sind, mit denen eine Nisthilfe ausgestattet werden kann. Denn: Solche Hotels kann man auch gut selber bauen. Darüber hinaus verweisen die Grünen mit Blick auf die Frage, welche Blumen angepflanzt werden können, auch auf den BUND.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik