Soziales

Die Grafschafter Diakonie feiert zehn Jahre Wellcome-Projekt

Cerstin Schmidt-Kersten mit Sohn Nils,Karola Haderlein, Regina Schwarz und Jürgen Voß.

Cerstin Schmidt-Kersten mit Sohn Nils,Karola Haderlein, Regina Schwarz und Jürgen Voß.

Foto: Markus Weissenfels

Moers.   Das Wellcome-Projekt ist ein Baustein der frühen Hilfen. 150 Familien haben in den zehn Jahren profitiert. Aber: Es gibt eine Herausforderung.

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Die Grafschafter Diakonie feiert zehn Jahre Wellcome-Projekt: In dieser Zeit sind 150 Familien im Gebiet des Kirchenkreises Moers betreut worden, rund 70 Ehrenamtliche sind im Einsatz gewesen. Das Projekt ist ein Baustein der frühen Hilfen im Kreis Wesel. „Derzeit arbeiten wir mit etwa 15 Ehrenamtlichen“, sagt die Projektkoordinatorin Karola Haderlein.

Regina Schwarz ist eine von den Frauen, die sich um Familien kümmern, die bei der Grafschafter Diakonie um Unterstützung gebeten haben. Im vergangenen Jahr waren das 23. Einmal pro Woche hat die Ehrenamtliche für zwei Stunden bei Cerstin Schmidt-Kersten, dem Ehemann und den vier kleinen Jungs vorbeigeschaut, nachdem der Jüngste, der jetzt anderthalbjährige Nils, geboren wurde. Sie habe sich hauptsächlich um den zweitjüngsten Sohn gekümmert, sagt Regina Schwarz. Der war damals dreieinhalb Jahre alt und musste wie alle erst einmal seinen neuen Platz in der Familie finden. So drückt es Mutter Cerstin aus.

Etwas Ruhe im allgemeinen Trubel finden

Regina Schwarz ist mit den drei älteren Söhnen oft auf den Spielplatz gegangen, damit Cerstin Schmidt-Kersten für einen Moment etwas Ruhe vor dem allgemeinen Trubel hat. „Wir haben am Samstag angefangen, uns auf den Dienstag zu freuen“, sagt die vierfache Mutter und drückt damit die tiefe Verbundenheit aus. „Da ist schon ein großes Vertrauen“, bestätigt Regina Schwarz. „Sie lässt mich an das wertvollste, was sie hat: die Kinder.“

Eine Herzensangelegenheit

Die Aufgabe sei eine Herzensangelegenheit, betont Projekt-Koordinatorin Haderlein. Im besten Fall ist es eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Und: Das Wellcome-Projekt ist für alle da, eine Teilnahme ist nicht vom sozialen Status abhängig. Die Ehrenamtlichen kommen oft bei Mehrlingsgeburten zum Einsatz oder wenn womöglich ein Kind erkrankt. In der Regel werden die Familien acht Wochen bis acht Monate betreut. „Ein gelungenes Projekt“, sagt der Leiter der Sozialen Dienste, Jürgen Voß. Es finanziere sich allerdings von Jahr zu Jahr. Insofern hoffe man neben Bundesmitteln und Stiftungsgeldern auch auf Spenden.

Und, wie die Koordinatorin anmerkt, können sich gern weitere Ehrenamtliche melden. Kontakt: 02841 / 78 18 450.

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