Bildungspolitik

Die Gesamtschule in Neukirchen-Vluyn wächst und wächst

Damit die Gesamtschule fünfzügig werden kann, müssen am Schulzentrum an der Tersteegenstraße einige Veränderungen vorgenommen werden.

Damit die Gesamtschule fünfzügig werden kann, müssen am Schulzentrum an der Tersteegenstraße einige Veränderungen vorgenommen werden.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Neukirchen-Vluyn.  Bis 2024 soll 1000 Schüler die Schule besuchen. Um dauerhaft fünf Eingangsklassen zu bilden, braucht sie mehr Platz. Den soll das Gymnasium geben

Die Schülerzahlen in Neukirchen-Vluyn werden in den kommenden Jahren stetig und stark ansteigen. Davon geht die Schulentwicklungsplanung aus, die das Bonner Büro Biregio im Auftrag der Stadt aufgestellt und am Mittwoch dem Bildungsausschuss präsentiert hat. Demnach drängen in den kommenden Jahren die geburtenstarken Jahrgänge an die Schulen. Das wird vor allem Auswirkungen auf das Schulzentrum an der Tersteegenstraße und dort auf die Gesamtschule haben.

Der Ausschuss empfiehlt dem Rat, die Voraussetzungen für eine Vergrößerung zu schaffen

Laut Prognose der Bonner Experten wird die Gesamtschule von derzeit 670 Schülern auf rund 1000 Schüler bereits im Schuljahr 2024/25 anwachsen. Das benachbarte Julius-Stursberg-Gymnasium fällt im gleichen Zeitraum von derzeit 791 auf dann 732 Schüler. Zwar steigt die Schülerzahl im Lauf der Jahre wieder an, allerdings nicht auf das Niveau der Gesamtschule, die zunehmend auf Platzprobleme stößt und ausnahmsweise jetzt schon mehr Eingangsklassen gebildet hat, als ihr von der Bezirksregierung gestattet wurde.

Ursprünglich ging die Gesamtschule 2015 nämlich als vierzügige Schule an den Start. Im laufenden Schuljahr wurden bereits fünf Eingangsklassen gebildet. Dies sei auf Dauer auch notwendig, sagt die Stadt unter Berufung auf den Schulentwicklungsplan. Dem stimmte der Bildungsausschuss zu und sprach dem Rat einstimmig die Empfehlung aus, den Schulentwicklungsplan bis zum Schuljahr 2024/25 zu beschließen, die Gesamtschule von vier- auf dauerhaft fünfzügig zu erweitern und „die erforderlichen Räumlichkeiten und die nötigen Haushaltsmittel für Baumaßnahmen und Ausstattung“ bereitzustellen sowie die Verwaltung zu beauftragen, bei der Bezirksregierung einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Das Gymnasium gibt ein Geschoss ab

Damit die Bezirksregierung die dauerhafte Erweiterung von vier auf fünf Eingangsklassen genehmigt, muss die Gesamtschule erweitert werden. Und das zu Lasten des Gymnasiums. Erstens sind Anbauten notwendig, zweitens muss das Gymnasium vier Räume im Erdgeschoss des Traktes abgeben, in dem derzeit die Erprobungsstufe untergebracht ist.

Das Potenzial am Standort sei da, zudem sei das Vorgehen bereits mit Gymnasium und Gesamtschule abgesprochen, sagte die zuständige Beigeordnete, Margit Ciesielski, die außerdem die Befürchtung zerstreute, dass das Vorhaben ins Uferlose wachsen könnte. Vor allem die CDU zeigte sich besorgt. „Wir reden hier nicht von 20, sondern von round about 2 Millionen Euro“, sagte Ciesielski daraufhin, das habe sie schon leise aus dem Technischen Dezernat klingen hören. Eine detaillierte Planung und Kostenaufstellung sollen folgen. Dann entscheidet der Rat. Die nächste Sitzung ist am 9. Oktober.

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