Landesgartenschau

Die ExtraSchicht kommt 2020 auf die Laga nach Kamp-Lintfort

Ein aktueller Blick vom Zechenturm auf das Laga-Gelände. Das Programm der Extraschicht im nächsten Jahr soll sich im Bereich der beiden Fördertürme abspielen.

Ein aktueller Blick vom Zechenturm auf das Laga-Gelände. Das Programm der Extraschicht im nächsten Jahr soll sich im Bereich der beiden Fördertürme abspielen.

Foto: Norbert Prümen (nop) / FUNKE FotoServices

Kamp-Lintfort.  Am 27. Juni 2020 gibt es auch auf dem Laga-Gelände ExtraSchicht-Programm. Der Lehrstollen wird da noch nicht zur Bühne. Das soll sich aber ändern.

Die ExtraSchicht kommt 2020 nach Kamp-Lintfort auf die Landesgartenschau. Das Programm an diesem Abend werde sich in erster Linie rund um die beiden Fördertürme abspielen, teilte Dezernent Christoph Müllmann den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport am Mittwoch mit.

Der Lehrstollen werde im nächsten Jahr allerdings noch nicht Bestandteil des Kulturspektakels im Ruhrgebiet sein. „Das streben wir ab 2021 an“, so Müllmann. Nicht nur die ExtraSchicht ist während der Landesgartenschau ein zusätzlicher Programmhöhepunkt, Kamp-Lintfort wird im Laga-Jahr – und darüber hinaus – Pilotkommune für ein Projekt des von der Unesco ausgezeichneten weltweiten Netzwerkes „sevengardens - Färbergärten“. Initiator ist der Essener Künstler Peter Reichenbach, der am Mittwoch der Politik sein Konzept vorstellte. Demnach sollen in den kommenden Monaten an 17 Orten in Kamp-Lintfort 17 verschiedene Kunstwerke rund um die Gewinnung von Naturfarben aus Färberpflanzen entstehen.

Dringende Entscheidungen zur Einschulung

Die Zahl 17 kommt nicht von ungefähr: Die Vereinten Nationen haben vor sieben Jahren 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (so genannte SDG’s – Sustainable Development Goals) formuliert. Die sollen in dem Projekt kreativ aufgegriffen werden. Seit 2016 ist der Künstler unter anderem auch in Kamp-Lintfort unterwegs und hat hier rund 80 Mitstreiter für sein Netzwerk gefunden. Einzelne Ideen und Projekte vor allem in Kitas und Schulen liefen bereits, sagte Kulturbüro-Leiterin Petra Niemöller.

Dringende Entscheidungen musste die Politik für die Anmeldungen zur Einschulung treffen. Nach wie vor ist der Platz knapp, die Kinderzahlen höher als einst prognostiziert. Einstimmig beschloss der Ausschuss, auswärtige Anmeldungen zur Einschulung ab dem Schuljahr 2020/2021 nur zu berücksichtigen, falls dies die Aufnahmekapazitäten der Grundschulen zulassen. Wegen der akuten Raumnot an der Grundschule am Pappelsee wird die Zahl der Klassen in der Schuleingangsphase (Klassen 1 und 2) auf maximal sieben beschränkt. Damit entspricht die Politik einem entsprechenden Antrag der Schule. Um Schülern mit Förderbedarf gerecht werden zu können, wird die Größe der Eingangsklassen an der Ebertschule auf 24 Schüler begrenzt.

Erstmals mussten in diesem Jahr Anmeldungen für die Grundschule am Niersenberg abgelehnt werden, weil dort die Kapazität nicht ausreicht. Bei den Ablehnungen handelte es sich laut Verwaltung um Kinder, für die die Grundschule am Niersenberg nicht die am nächsten gelegene Grundschule war. Weil zu erwarten ist, dass sich die Einschulungszahlen in Kamp-Lintfort – auch durch die Neubaugebiete – weiterhin auf hohem Niveau bewegen werden, seien die bereits beschlossenen Aus- und Umbaumaßnahmen möglichst schnell umzusetzen, heißt es aus dem Schulamt. Bis dahin sei weiterhin mit Engpässen bei den Aufnahmen zu rechnen.

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