Gesundheit

Die Drogenhilfe Kamp-Lintfort gibt Einblicke in ihre Arbeit

Die Mitarbeiter der Diakonie und der Drogenhilfe stellten sich beim Tag der offenen Tür vor.

Die Mitarbeiter der Diakonie und der Drogenhilfe stellten sich beim Tag der offenen Tür vor.

Foto: Arnulf Stoffel

Kamp-Lintfort.   Die Drogenhilfe Kamp-Lintfort stellte sich am Tag der offenen Tür vor. Ihre Aufgabe ist nicht nur Suchtberatung, sondern auch Prävention.

Erst seit Anfang diesen Jahres hat das fünfköpfige Beratungsteam der Drogenhilfe Kamp-Lintfort ihre Arbeit in den neuen Räumlichkeiten an der Friedrich-Heinrich-Allee aufgenommen und doch hat es schon jetzt insgesamt 200 Beratungsgespräche geführt. Zu den Klienten der Einrichtung, die zur Grafschafter Diakonie gGmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers gehört, zählen aber nicht nur Süchtige, sondern beispielsweise auch besorgte Eltern, wie Jürgen Voß, der Geschäftsbereichsleiter der Diakonie in Moers, erklärte.

Generell sei der Konsum der harten Drogen, wie Heroin oder Crack, zurückgegangen; im Fokus der Beratungsstelle stünden vor allem Cannabis, Alkohol – und die neuen Medien.

Beratung stets individuell

Diese immer leichter zugänglichen Dinge stellen gerade bei Menschen, die kein gesichertes soziales Umfeld besitzen ein vergrößertes Suchtpotenzial dar, erklärt Britta Dietrich-Aust, die Leiterin der Drogenhilfe. „Je stabiler die Arbeit und Hobbys sind, desto geringer ist die Möglichkeit der Abhängigkeit.“

Wenn Klienten bereits an einer Sucht erkrankt sind, dann seien die Beratungen stets individuell, erläutert Dietrich-Aust. So wollen einige Klienten natürlich von der Sucht loskommen. Allerdings: „Manche möchten auch weiterkonsumieren, aber die negativen Auswirkungen, die der Konsum mit sich bringt, beenden.“ Sofern die Klienten damit einverstanden sind, werden diese von den Mitarbeitern der Drogenhilfe nicht nur in Therapien vermittelt, sondern auch auf dem Weg aus der Sucht und in der Nachsorge weiterhin begleitet. Deshalb bestehe ebenso ein großer Teil der Arbeit der Drogenhilfe darin, sich mit anderen Einrichtungen und Institutionen zu vernetzen – wie zum Beispiel mit Schulen und Jugendheimen. Das ist vor allem die Aufgabe der Präventionskraft der Drogenhilfe, Kristina Kaiser. Ihre Aufgabe ist es, mithilfe so genannter Präventionskoffer bei Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen auf die Wirkungen der einzelnen Drogen aufmerksam zu machen. Die Koffer beinhalten zum Beispiel die klassische „Rauschbrille“ und viele weiter Methoden, denn „sinnesbezogenes Lernen ist effektiver als der drohende Zeigefinger“.

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