Den Traum von Freiheit leben

Moers.   Mohammed, Hussein, Saleh und Ghassem kommen aus verschiedenen Ländern. Eines aber haben sie gemeinsam: sie sind geflüchtet. Jetzt haben sie am Hermann-Gmeiner-Berufskolleg ihren Hauptschul-Abschluss gemacht – und hatten da eine Idee.

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Mohammed, Hussein, Saleh und Ghassem kommen aus verschiedenen Ländern. Eines aber haben sie gemeinsam: sie sind geflüchtet. Jetzt haben sie am Hermann-Gmeiner-Berufskolleg ihren Hauptschul-Abschluss gemacht – und hatten da eine Idee.

Bei den Vorbereitungen zur Abschlussfeier kam der Wunsch auf, über ihr neues Leben in Deutschland zu berichten. Entstanden ist daraus der Film „Daheim“, in dem die vier jungen Männer über ihre Wünsche, ihre Hoffnungen und ihre Ängste sprechen.

Aula am Berufskolleg voll besetzt

Möglich gemacht hat die Dokumentation die Grafschafter Diakonie, die die Filmproduktion in ein Projekt zur Wertevermittlung des NRW-Kulturministeriums integriert hat. Für die praktische Seite waren der Moerser Schauspieler und Regisseur Frederik Göke und Andrei Turcan (Kamera/Schnitt) verantwortlich. Als Kulisse diente unter anderem das Berufskolleg.

Am Freitag gab es die Premiere in der Aula. Rund 200 Schülerinnen und Schüler verfolgten überaus aufmerksam, wie Mohammed, Hussein, Saleh und Ghassem über Deutschland, ihre Heimat und ihr Leben hier denken. „Es gefällt mir, dass die Menschen hier in Freiheit leben können“, ist zum Beispiel so ein Satz aus der Dokumentation, der verdeutlicht, dass die Situation anderswo bedenklich ist.

„Mir fehlt meine Familie“, ist ein anderer Satz, der allen vier jungen Männern über die Lippen kommt, und die Hintergrundmusik trägt dazu bei, dass solche emotionalen Momente klar und deutlich vermittelt werden. Gwendolyn Strotmann und Jennifer Deth waren die Klassenlehrerinnen der beiden Integrationsklassen, die in diesem Sommer vom Kolleg verabschiedet wurden.

Nach ihrer Meinung spiegelt der Film die Realität wider: „Was im Film gesagt wird, ist ehrlich und unpathetisch.“ Die Lehrerinnen haben mit den Integrationsklassen Neuland betreten, weil es „unterschiedliche Voraussetzungen“ gab. Strotmann: „Wir haben viel ausprobiert und uns mit Kolleginnen und Kollegen ausgetauscht.“

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