Fernsehkult

Das Trek Dinner in Moers feiert seinen 20. Geburtstag

Alles im Griff auf der Brücke der Enterprise (v. l.): Manfred Neumann, Kim Zacharias, Adanna Arndt und Mutter Astrid Arndt vom Trek Dinner Moers.

Alles im Griff auf der Brücke der Enterprise (v. l.): Manfred Neumann, Kim Zacharias, Adanna Arndt und Mutter Astrid Arndt vom Trek Dinner Moers.

Foto: privat

Moers.   Das Trek Dinner Moers feiert seinen 20. Geburtstag, Wie eine Science Fiction-Fernsehserie Freunde und Partner fürs Leben zusammenführte.

„Fast dreißig Leute haben sich damals gemeldet – mit so einer Resonanz hatten wir nicht gerechnet“, blickt Astrid Arndt schmunzelnd zurück. Mit einem Artikel in der NRZ hatte sie und einige weitere Star Trek-Fans auf das 1997 gegründete Trek Dinner in Moers aufmerksam gemacht. Davon übrig ist ein fester Stamm von zwölf Leuten, die am Samstag, 18. März (19.30 Uhr), im Kleinen Reichstag in Moers den 20. Geburtstag ihrer regelmäßigen Treffen feiern.

„Es haben schon einige Pärchen, die sich bei uns kennengelernt haben, geheiratet – aber nicht in Uniform“, erläutert Manfred Neumann. Der 64-Jährige gehört zu den Science Fiction-Routiniers und ist beim Trek Dinner ebenfalls seit der ersten Stunde dabei.

Der eigene Film heißt: „USS Roswell - Der Gulp“

Einmal pro Monat treffen sich die „Trekkies“ und können auf eine Vielzahl von Aktivitäten zurückblicken. Das Highlight vom Aufwand her war der Dreh eines eigenen Films. „USS Roswell - Der Gulp“ ist eine 20-minütige Parodie mit selbst erfundener Story und Charakteren. „Mit einer selbst gebastelten Brücke, Szenen in einer Zahnarztpraxis als Krankenstation, in den selbst hergestellten Raumanzügen bei 40 Grad im Schatten im Landschaftspark Nord, wo ein Radfahrer durchs Bild fuhr, den wir erst nach dem Dreh entdeckten – das war schon unterhaltsam“, so Astrid Arndt.

Bei der Science Fiction-Messe FedCon in Bonn durfte sich die Crew aus Moers nach der Ausstrahlung des Streifens vor 3000 Leuten im Maritim in Bonn selbst wie kleine Stars fühlen.

William Shatner kassiert 150 Euro für ein Autogramm

Die großen Stars wie William Shatner kassieren auf den Messen, die bereits 140 Euro Eintritt kosten, auch noch 150 Euro für ein Autogramm. Als die Moerser „Trekkies“ mit eben diesem „Captain Kirk“ einmal beinahe in einem Aufzug gefahren wären, mussten sie auf Anweisung der Security doch noch aussteigen.

„Die letzten Star Trek-Filme fand ich persönlich nicht mehr so gut. Aber die Faszination an sich ist immer noch so groß wie damals“, erläutert Arndt. „Bei den neueren Filmen hat man einfach die Zeitlinie verändert und musste damit auf keine Details mehr achten, die eingefleischten Star Trek-Fans garantiert sofort aufgefallen wären.“

Captain Picard antwortet auf der Mailbox

„Die jungen Leute wollen Action sehen“, ergänzt Manfred Neumann, den auf seiner Handy-Mailbox die deutsche Synchronstimme von Captain Picard entschuldigt. Auch Neumann betont die visionäre Schaffenskraft von Star Trek-Schöpfer Gene Roddenberry. Ob Klapp-Handys, Touchscreens oder ein weißer Mann, der eine schwarze Frau küsst: oft passierte es auf dem Raumschiff Enterprise zuerst.

Künftig reist der Star Trek unter der Regie des US-Senders CBS durch die unendlichen Weiten. Doch egal, in welche Richtung dann die „Discovery“ steuert: Das Trek Dinner Moers trifft sich weiter und freut sich über Zuwachs.

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