Moers Festival

Das Moers Festival endet mit einem Finale furioso

Musik von vier Seiten gleichzeitig geht scheinbar direkt in die Beine.

Musik von vier Seiten gleichzeitig geht scheinbar direkt in die Beine.

Foto: Heiko Kempken / FFS

Moers.   Feierstimmung in der „Colonie de Vacances“. Das Hallenkonzept mit Sitzteppich und Seitenbühne kommt bei den Besuchern des Moers Festivals an.

Punktlandung: Während auf dem Regenradar es links und rechts aus dicken Wolken goss, blieb es in Moers bis auf ein paar Tropfen trocken, als das Moers Festival in der „Colonie de Vacances“ im Schlosspark zum Finale furioso ansetzte. „Glück gehabt“, sagt Tim Isfort, künstlerischer Leiter, „denn dafür hätten wir keinen Ausweichort gehabt.“ So aber kamen zahlreiche Zuschauer zu den vier Bühnen, von denen aus ihnen ordentlich die Ohren von allen Seiten durchgepustet wurden. „Ich habe so viele lachende Gesichter gesehen“, freut sich Isfort, „und dachte, die fahren alle jetzt zufrieden nach Hause.“

Nach Sichtung der Post im „Kummerkasten“ erklärte er gegenüber der NRZ: „Ich habe das Gefühl, dass es mehr Leute gab, die die neue Bühne mit den Sitzteppichen davor gut fanden. Aber es gab auch welche, die fanden das ganz schrecklich, von der Tribüne zur Seite blicken zu müssen.“ Auf jeden Fall habe er Rückmeldung von den Künstlern erhalten, dass sie die Nähe zum Publikum toll fanden. Wie die Halle im nächsten Jahr aussehen wird, will er jetzt noch nicht entscheiden.

Die Camper wünschen sich Strom fürs Handy

Es habe auch sachliche Hinweise gegeben, die man gut bedienen könne, etwa den Wunsch nach Strom auf dem Campingplatz fürs Handy-Laden. Nicht ganz verstanden habe er die Kritik, dass das Hauptprogramm so früh endet: „Dafür haben wir ja die Einladung in die Stadt ausgesprochen.“

Auch da habe er ein gutes Gefühl, dass den Gästen das gefallen habe. Die Halle sei toll, aber weit weg. „Shuttledienste oder ein Sponsor mit 100 Leihrädern, das wäre was“, sagt Isfort. Das sei im Budget nicht drin, auch wenn das Festival dank Förderung durch Bund, Land und Kulturstiftung gesund sei.

Kritik am Programmheft ist angekommen

Die Kritik am Programmheft sei angekommen, erklärt der künstlerische Leiter. „Wir hätten Seitenverweise machen müssen, aber wir sind nur ein kleines Team.“ Vielleicht fänden manche die „Produktpräsentationen“ in der Nachschau dann doch verständlich. Nach dem Festival ist vor dem Festival: Bis Juli müsse er einige Projektanträge stellen, im Sommer Festivals gucken und ab September geht es an die Vorbereitung des Moers Festivals 2020.

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