Blaulicht

Blutiger Streit in Moers: Mordkommission wieder aufgelöst

Die Spurensicherung war am Dienstag in Moers im Einsatz.

Die Spurensicherung war am Dienstag in Moers im Einsatz.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Moers.  Nach der Auseinandersetzung in Moers am Dienstag geht die Staatsanwaltschaft Kleve jetzt nicht mehr von einem versuchten Tötungsdelikt aus.

Einen Tag nach dem Großeinsatz der Polizei in Moers ermittelt die Staatsanwaltschaft Kleve nach wie vor die Hintergründe des Geschehens. Fest steht nach Auskunft eines Sprechers bereits jetzt, dass man nicht mehr von einem versuchten Tötungsdelikt ausgehen muss. Die Mordkommission sei aufgelöst worden, es gebe keine Haftbefehle.

Am Dienstagmittag war es im Moerser Stadtteil Repelen nach einer Auseinandersetzung auf einem Gehöft zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. In einer ersten Mitteilung der Polizei Duisburg war davon die Rede, dass es bei einem Autokauf am Dienstag gegen 12.35 Uhr zu einem Streit mit Stichwaffen gekommen sei. Es gab drei Verletzte. Polizeibeamte nahmen zwei Männer und eine Frau vorläufig fest.

Das sagt die Staatsanwaltschaft zu dem Streit

Laut Mitteilung des Sprechers der Staatsanwaltschaft vom Mittwoch könne nach den bisherigen Ermittlungen jedoch nicht mehr von Stichverletzungen gesprochen werden: „Es ist zu einer schweren körperlichen Auseinandersetzung gekommen, die Verletzungen sind aber weitaus weniger dramatisch als zunächst angenommen.“

Ebenso sei unklar, woher die Verletzungen stammten. Möglicherweise könnten sie auch dadurch entstanden sein, dass Personen auf den Boden gefallen seien. Mindestens zwei der drei Verletzten seien miteinander bekannt. Der Grund für die Auseinandersetzung sei nach wie vor unklar.

Die Kamper Straße war wegen des Einsatzes ab Dienstagmittag für mehrere Stunden in beiden Richtungen gesperrt. Der Verkehr wurde durch das angrenzende Wohngebiet geleitet, nachmittags war die Straße dann wieder frei. Die Duisburger Polizei hatte den Fall angesichts der Sachlage zunächst übernommen und eine Mordkommission gebildet. Die besteht jetzt nicht mehr.

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