Museumssonntag

Besonderes Motto beim Museumssonntag im Moerser Schloss

Marion Strack und Sabine Loobes schauen sich den Weihnachtsschmuck im Moerser Schloss in Moers an.

Marion Strack und Sabine Loobes schauen sich den Weihnachtsschmuck im Moerser Schloss in Moers an.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Moers.  Der Grafschafter Museums- und Geschichtsverein hat zum traditionellen Adventsbasar ins Schloss geladen. Dieses Mal gab’s auch ein paar Neuheiten.

So entspannt sind Händler bei einem Weihnachtsmarkt wohl selten, wenn es draußen nass und ungemütlich ist. Die Aussteller im Moerser Schloss störte das gar nicht, sie standen im Warmen und die Besucher, die strömten nur so durch die historischen Gemäuer.

Der Museumssonntag, der auch dieses Mal unter dem Motto „handgemacht und hausgemacht“ stand, hat eine lange Tradition. Gestern, am zweiten Advent, verwandelten 24 Händler das Schloss in einen abwechslungsreichen Adventsbasar.

Das bewährte Konzept im Schloss steht

„Am bewährten Konzept haben wir festgehalten, aber es gibt auch mehrere kleine Neuerungen“, erklärte Museumsreferentin Fania Burger. Der Posaunenchor Moers spielte zur Eröffnung nicht nur aus den Fenstern des Schlosses zu den ersten Besuchern, sondern gab am Mittag noch ein Konzert im Schlossinnenhof. Klassische und moderne Weihnachtslieder wurden angestimmt.

Und die Zuhörer waren tapfer: Viele blieben trotz des anhaltenden Regens unter ihren Regenschirmen stehen und lauschten den besinnlichen Klängen. Der fertig sanierte Innenhof wurde in diesem Jahr erstmals mit einbezogen. Dort gab neben geschmückten Tannenbäumen auch einen Glühweinstand.

Die CDU hat erstmals zum weihnachtlichen Vorlesenachmittag eingeladen. Kerstin Radomski, Ingo Brohl oder Bürgermeister Christoph Fleischhauer haben vorgelesen. Die Bibliothek veranstaltete auch zum ersten Mal ein Bilderbuchkino.

Unter den Händlern war Stefanie Koch mit ihren selbstgenähten Stofftieren, Mäppchen und Kissen. „Es ist jedes Mal wieder schön. Hier trifft man Leute, die das Selbstgemachte zu schätzen wissen“, sagte die Moerserin.

Positiv war auch Fatma Arslan gestimmt. Sie war zum ersten Mal dabei und hatte ihren Stand im Erdgeschoss. Lauter „Amigurumis“, das waren gehäkelte Puppen, lagen auf ihrem Tisch. „Mir gefällt es sehr gut hier. Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr wieder dabei sein darf“, sagte Arslan.

Vereine waren auch am Museumssonntag beteiligt

Schon seit vielen Jahren ist dagegen der Förderverein der Anne-Frank-Gesamtschule-Rheinkamp dabei. Die Mitglieder verkauften Upcycling-Produkte, aber auch Kekse, Liköre oder Vogelfutter in der Preußenstube. „Hier zu sein ist der Gedanke von Weihnachten: teilen, abgeben und füreinander da sein“, sagte ein Lehrer.

Vereine und Organisationen, wie die Grafschafter Diakonie oder der Eine-Welt-Laden, boten ebenfalls selbstgemachte Produkte an. „Für uns ist es immer wieder schön, den Vereinen eine Plattform zu geben und mit ihnen zusammenzuarbeiten“, sagte Burger.

Der Stand mit weihnachtlicher Deko aus Holz, Filz, Stoff und Papier der Grafschafter Diakonie kam bei den Besucherinnen Marion Strack und Sabine Loobes besonders gut an. „Das sind außergewöhnliche Artikel und die Atmosphäre hier im Schloss ist sowieso einmalig“, sagte Strack.

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