Neukirchen-Vluyn. Ob Hochhaus, Friedenstaube oder Froschkönig - beim Klompen-Wettbewerb der Antonius-Grundschule in Neukirchen-Vluyn wurden die Sieger geehrt.

Wer hat den schönsten Klompen gestaltet? Das klärten am Dienstag Vertreter der Vluyner Klompenfreunde in der Antonius-Grundschule an der Sittermannstraße. Zum 12. Mal hatte der Brauchtumsverein zusammen mit dem Sponsor Sparkasse am Niederrhein den Wettbewerb für die Grundschüler ausgelobt. Mit Spannung erwarteten am Dienstag rund 40 Kinder der vierten Klassen das Urteil der Jury. Auch das amtierende Klompen-Königspaar, Kurt und Petra von Zabiensky, besuchte die Kinder.

Am 29. April erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 a und 4 b die kleinen Rohlings-Klompen, aus denen sie im Unterricht fantasievolle Werke machen sollten. Das taten sie tatsächlich: So entstanden viele bunte Gebilde wie Boote und Frösche oder auch Arbeiten zu unterschiedlichen Themen. Kleine Aufsätze zur Entstehung des jeweiligen Klompen-Kunstwerks wurden ebenfalls geschrieben.

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Beeindruckende Aufsätze

Gerade die Aufsätze der Kinder seien sehr beeindruckend gewesen, berichtet Vereinsvorsitzender Holger Teller: „Es ist erstaunlich, was sich die Kinder so für Gedanken machen.“ Beispielsweise malte Laura B. ihren Klompen als Klimawandel-Boot hell und dunkelgrün mit Radioaktiv-Zeichen an: „Ich habe in den Nachrichten viel darüber gesehen“, gibt sie als Motiv an. Laura erntet damit einen dritten Platz in der Klasse 4a.

Oder Henri K., der seinen Klompen zur Friedenstaube machte: „Es gibt so viel Krieg in der Welt, der aufhören soll“, wünscht er sich und belegt mit seiner Arbeit einen zweiten Platz. Alexa schildert: Im Urlaub in Breslau habe sie ein Hochhaus gesehen, in dem Menschen aller Nationen friedlich zusammenlebten. Sie erhält für ihren Hochhaus-Klompen einen ersten Preis.

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Entscheidung fiel der Jury schwer

Aber auch das mit viel Liebe zum Detail gefertigte Segelboot (Frieda, 2. Platz), der Froschkönig mit den riesigen Augen von Mia W. (1. Platz) und das goldene olympische Friedensboot von Leni (3. Platz) konnten die Jury überzeugen. Das Gremium aus Björn Bremeyer von der Sparkasse am Niederrhein, Petra von Zabiensky und Alexandra Teller habe sich die Entscheidung angesichts der schönen Arbeiten nicht leicht gemacht, berichtet die Klompenkönigin.

Nach zwei Corona-Jahren konnte der Klompen-Wettbewerb wieder über die Bühne gehen. „Wir wechseln dabei jährlich zwischen Antonius- und Pestalozzi-Schule ab“, erklärt Teller. Er sprach den jungen Teilnehmern viel Lob für ihre Gestaltungen aber auch für ihre Aufsätze aus. Der Vorsitzende erinnert sich daneben noch gut an einen Klompen, den vor einigen Jahren ein syrisches Kind gestaltete: „Der Junge hat ein Flüchtlingsboot aus dem Klompen gemacht. Das war schon anrührend.“