Festival

3000 Besucher beim Festival Heile Welt in Neukirchen-Vluyn

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Neukirchen-Vluyn.   Elektronik-Fans feiern entspannt und friedlich. Auch Festivalmacher Tobias Schladitz mischt als DJ Toby Montana kräftig mit.

Ein Zauberwald ist manchmal dort zu finden, wo man ihn nicht vermutet. Wie man einen Zauberwald erkennt? „Natürlich an den Bässen der Musik und an den feierfreudigen Leuten“, sagte Tobias Schladitz, der ein kleines Waldstück am Fuße der Halde Norddeutschland jedes Jahr zu einem einzigartigen Festivalgelände verwandelt. So war es auch am Samstag. Zum elften Mal fand das renommierte Festival „Heile Welt“ statt. Rund 3000 Musikliebhaber aus ganz Deutschland kamen nach Neukirchen-Vluyn, um zu elektronischer Musik zu feiern.

„Alles steht ganz im Zeichen der Genres House und Techno“, sagte Schladitz, der selbst als DJ unter dem Namen Toby Montana Beats mischt. Von 13 Uhr bis Mitternacht war rund um die drei Floors jede Menge los. Bei sommerlichen Tanztemperaturen legten unter freiem Himmel mehr als 20 DJ’s auf. Drei von ihnen kamen aus Italien, zahlreiche weitere aus dem Ruhrgebiet. Hauptanziehungspunkt war der bunt-besprühte Mainfloor Spundwand. Mit ihren hunderttausenden Fans in sozialen Netzwerken wie Facebook war die weibliche DJane Giorgia Angiuli eine der Szene-Größen, die auf der großen Bühne klartiefen Sound lieferte.

Nahtlos klangverliebt ging es mit Sasha Carassi, Alfred Heinrichs, Marcel Mars und Lilly Palmer weiter. Der Floor Housebude war das Revier für Freunde des Deep- und Tech-House. Hier ließen unter anderem Felix Adams, die Strandpiraten und Magoo die Lautsprecher vibrieren. Wenige Schritte entfernt gaben sich Klangkünstler wie Younotus und Oliver Magenta auf der Waldbühne bis zur Nachtstunde die Ehre.

„Ich komme gar nicht dazu, still zu stehen“, lachte Mathis, der mit Freundin Jade zum Festival kam. Er lobte neben dem Line-Up auch die Stimmung: „Hier gibt es keinen Stress, die Leute sind friedlich und das Sicherheitspersonal macht einen guten Job.“

Besucherin Hannah schaute sich am Merchandise-Stand um und entschied sich für einen „Heile Welt“–Pulli. „Die Preise sind absolut fair. Auch ist das Festival nicht überladen, man kann überall tanzen“, sagte die 21-jährige. Sie wünschte sich, dass mehr ältere Leute die Liebe zur Elektromusik entdecken und Klischees überwinden. „Techno und House könnten auch in den Nachbarstädten öfter vertreten sein. Mit dem ‘Heile Welt’-Festival gibt es ein tolles, einmaliges Festival in der Stadt“, sagte sie.

In diesem Jahr gab’s zudem einen kleinen Rekord: „Wir haben so viel Beleuchtung installiert wie nie zuvor“, sagte Schladitz. Entsprechend erstrahlte der Wald am Abend in buntem Licht. Nach der ganzen Organisation stand Schladitz selbst auf der Bühne und feierte mit dem Publikum.

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