Ermittlungen

Tierquälerei in Meschede - Peta gibt Belohnung für Hinweise

Diese Köder mit Metallstücken wurden von der Polizei sichergestellt.  

Diese Köder mit Metallstücken wurden von der Polizei sichergestellt.  

Foto: Privat

Meschede.  Wurststücke mit Metallsplittern sind in Meschede entdeckt worden. Jetzt ermittelt die Polizei in dem Fall. Und es ist eine Belohnung ausgesetzt.

Nach dem Fund von Wurststücken mit Metallsplittern hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Sie hofft auf Hinweise von Zeugen. Eine Anzeige ist wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet worden.

Am Sonntagnachmittag waren die Köder zwischen der Lagerstraße und dem Galiläaer Weg im Norden von Meschede entdeckt worden. Sie sind mit Tackernadeln durchsetzt. Ein Hund hatte eines der Wurststücke bereits in den Mund genommen - und glücklicherweise noch rechtzeitig wieder ausgespuckt.

Die Polizei in Meschede konnte zwei dieser Köder sicherstellen. Sie sind nach Angaben von Pressesprecher Sebastian Held gesichtet und fotografiert worden. Weitere Untersuchungen würden in diesem konkreten Fall nicht vorgenommen - anders ist es, wenn beispielsweise chemische Stoffe zugesetzt worden sind.

Hund immer im Blick haben

Köder, die Tieren gezielt schaden sollen, kämen tatsächlich „äußerst selten vor“, sagte Held. Viele derartige Hinweise in sozialen Medien hätten keine reale Grundlage. „Allerdings sollte man seinen Hund immer im Blick haben und die Augen offen halten“, riet er.

Die Reaktionen auf den Fund der Wurststücke im Norden reichen von Wut bis Empörung: „Die Tiere können für solche blöden Menschen nichts. Passt bitte auf“, erklärte derjenige, der die Köder entdeckt hatte. „Solche Leute sind voll krank“, heißt es in einem anderen Beitrag über den Täter.

500 Euro Belohnung ausgesetzt

Peta hat darüber hinaus eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die den Tierquäler überführen. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei unter 0291 / 90200 zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail whistleblower@peta.de bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.

„Der Tierquäler muss gefunden werden, bevor noch Hunde verletzt oder getötet werden“, sagt Judith Pein im Namen von Peta. „Derartige Täter zu überführen ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf den noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen sowie Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen. Der Täter muss sich darüber im Klaren sein, dass mit gefährlichen Stoffen und spitzen Gegenständen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein können.“

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