Sicherheitslage

Syrien-Konflikt: Polizei HSK spricht mit Türken und Kurden

Polizisten beobachten hier in Köln einen Demonstrationszug "Stoppt die Invasion kurdischer Gebiete". Im HSK sind bislang keine Proteste angemeldet.

Polizisten beobachten hier in Köln einen Demonstrationszug "Stoppt die Invasion kurdischer Gebiete". Im HSK sind bislang keine Proteste angemeldet.

Foto: David Young / dpa

Meschede.  Der Konflikt zwischen Türken und Kurden sorgt für Spannungen auch in Deutschland. Die Polizei im HSK führt bereits Gespräche mit beiden Seiten.

Der Einmarsch der Türkei in kurdische Gebiete in Nordsyrien beschäftigt auch die heimischen Behörden. Sie prüfen die Sicherheitslage im Hochsauerlandkreis. Ein Anlass: Nach einer Demonstration in Herne war es am Montagabend zu einem gewalttätigen Konflikt zwischen Türken und Kurden gekommen. Es gab mehrere Verletzte. Bundesweit werden ähnliche Zwischenfälle befürchtet.

Schutz von Einrichtungen

Auch die Polizei in Meschede sei mit den Vertretern türkischer und kurdischer Einrichtungen im regelmäßigen Austausch, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. Auch jetzt sei mit beiden Seiten anlässlich des Einmarsches in Nordsyrien gesprochen worden.

„Erkenntnisse über bevorstehende Aktionen oder Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Konflikt konnten nicht gewonnen werden“, teilte die Polizei mit. Die Sicherheitslage werde durch die Polizei regelmäßig analysiert und erforderliche Maßnahmen zum Schutz türkischer bzw. kurdischer Einrichtungen würden getroffen.

Im März 2018 hatte es einen Anschlag auf ein Vereinsheim der rechtsextremen türkischen „Grauen Wölfe“ am Lanfertsweg in Meschede gegeben. Unbekannte hatten Molotowcocktails gegen das Gebäude geschleudert. Im Anschluss tauchte ein Bekennerschreiben aus Kreisen der kurdischen PKK auf. Die Staatsanwaltschaft musste das Verfahren letztlich einstellen - von den Tätern fehlt bis heute jede Spur.

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