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Platzprobleme: Konzept fürs Schulzentrum bis Ende des Jahres

Das Schulzentrum in Eslohe.

Das Schulzentrum in Eslohe.

Foto: Hans Blossey

Eslohe.   Im Esloher Schulzentrum gibt es ein Platzproblem. Wie es gelöst werden kann, soll sich Ende des Jahres entscheiden. Der erste Schritt ist gemacht.

Die Gemeinde Eslohe will ihr Raumproblem am Schulzentrum dauerhaft lösen. Für die Realschule und für die Offene Ganztagsschule wird in einem ersten Schritt jeweils ein Container angemietet, um nach den Sommerferien kurz- bis mittelfristig ausreichend Platz zu bieten.

In einem zweiten Schritt entwickelt die Gemeindeverwaltung spätestens bis zum Jahresende ein umfassendes Konzept, welche weitere Investitionen nötig sind.

Zum ersten Schritt gab der Schulausschuss in nichtöffentlicher Sitzung seine Empfehlung für den Gemeinderat am Donnerstag ab. Demnach sollen Container in Modulbauweise angemietet werden: Für die Schaffung eines Klassenraums der Realschule (der im Bereich des Schulhofes aufgestellt wird) sowie für einen Gruppenraum der OGS (inklusive eines Sanitär-Containers).

Die Mietkosten würden sich auf „einige tausend Euro pro Jahr belaufen“, so der Bürgermeister Stephan Kersting. Er befürwortet diesen Plan: „Eine Lösung, die kurzfristig sein soll, aber uns auch über einen Zeitraum von zwei, drei Jahren helfen kann.“

Konzept soll Investitionshöhe klären

Denn in der Zwischenzeit kann am zweiten Schritt gearbeitet werden: Der Ausarbeitung eines Konzeptes, wie auf Dauer genügend Platz am Schulzentrum geschaffen werden kann – und was für Investitionen dafür notwendig sind. Dafür gab der Schulausschuss wiederum im öffentlichen Teil seiner Sitzung einstimmig grünes Licht.

Prognose belegt: Realschule boomt

Hintergrund ist eine eigentlich „erfreuliche Entwicklung“, sagte Rita Sommer (CDU), stellvertretende Ausschuss-Vorsitzende. Denn die Realschule in Eslohe boomt – sie kann (mit den Anfängen als Rektorats- und als Mittelschule) im nächsten Jahr auf ein 150-jähriges Bestehen zurückblicken. Schon in der Vergangenheit war sie über lange Zeiträume vierzügig angelegt, in den letzten Jahren gab es vorwiegend drei Eingangsklassen.

Jetzt liegen allerdings aktualisierte Prognosen der Schülerzahlen vor: „Die Zahlen zeigen, dass in Zukunft beim Raumbedarf etwas passieren muss“, sagte Sommer. Aktuell besuchen 102 Schüler vier fünfte Klassen. Für das kommende Schuljahr 2019/20 gibt es ebenfalls gerade schon wieder 101 Anmeldungen – auch dann werden vier Klassen 5 neu gebildet. Und die Prognose für 2020/21 geht von 100, die für 2021/22 sogar von 106 Schülern für die Klasse 5 aus.

Idee: Fachräume gemeinsam nutzen

Diese Prognosedaten will die Verwaltung jetzt in ihr Gesamtkonzept einbetten: Allerdings auch nicht losgelöst von anderen Entwicklungen, wie Bürgermeister Kersting betont. Mitberücksichtigt werden müsse zum Beispiel, wie sich der Betreuungsbedarf absehbar weiterentwickeln werde – was dann Auswirkungen auf die Offene Ganztagsschule habe.

Gleichzeitig soll überlegt werden, ob im Rahmen des Konzeptes auch die Modernisierung von Fachräumen für die Haupt- und für die Realschule mit umgesetzt werden soll. Möglicherweise könnten beide Schulen diese Fachräume dann auch gemeinsam nutzen.

Hoher Anteil auswärtiger Schüler

Die Beliebtheit der Esloher Realschule beruht auch auf einer hohen Übergangsquote und an einem hohen Anteil auswärtiger Schüler. Das geht aus den aktualisierten Prognosezahlen hervor, die auf Daten der Schulsekretariate und eines Schulverwaltungsprogramms fußen.

Demnach wählen 53 Prozent der Grundschuleltern in Eslohe, Reiste und Wenholthausen die Realschule für den Übergang ihrer Kinder zur weiterführenden Schule aus. Hinzu kommt der hohe Anteil der auswärtigen Schüler in der Eingangsklasse, der bei 48 Prozent liegt.

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