Gefährliche Raupe

Kommt der Eichenprozessionsspinner auch im HSK vor?

Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners kriecht auf einem Eichenstamm entlang.

Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners kriecht auf einem Eichenstamm entlang.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Meschede/Bestwig/Eslohe/Schmallenberg.  Der Eichenprozessionsspinner verbreitet sich in NRW. Was macht die Raupe so gefährlich? Und ist der HSK auch schon betroffen?

Immer mehr Städte im Ruhrgebiet melden, dass Grünflächen vom Eichenprozessionsspinner befallen sind. Spielplätze und Parks werden gesperrt. Experten warnen schon lange vor der giftigen Raupe. Auf Nachfrage unserer Zeitung geben alle vier Kommunen Entwarnung: In Meschede, Bestwig, Eslohe und Schmallenberg ist der Eichenprozessionsspinner bislang zum Glück nicht aufgetreten.

Auftreten in Massen

Das bestätigt auch Werner Schubert, Leiter der Biologischen Station: „Der Eichenprozessionsspinner kommt bis jetzt im gesamten HSK nicht vor.“ Dass sich vereinzelt schon Tiere unbemerkt hierher verirrt haben, schließt er aus. „Wenn sie auftreten, dann in Massen.“ Schubert vermutet, dass sich die Art aufgrund des Klimawandels ausbreitet. „Ich könnte mir vorstellen, dass es dem Eichenprozessionsspinner bei uns zu kalt ist.“

Giftige Raupe: Fakten rund um den Eichenprozessionsspinner
Giftige Raupe- Fakten rund um den Eichenprozessionsspinner

Gefährlich sind nicht die Raupen an sich, sondern ihre Brennhaare, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Kommt man mit den Brennhärchen in Berührung, kann das allergische Reaktionen, Juckreiz oder Atemprobleme auslösen. Waren in der Vergangenheit vor allem frei stehende Eichen befallen, sind die Raupen des Nachtfalters in diesem Jahr vermehrt auch in lichten Wäldern zu finden. Nachts wandern tausende kleine Raupen in Prozessionen die Stämme der Eichen nach oben. Dort bauen sie dann ihre Nester und fressen die Blätter der Eiche ab. Die Nester müssen in der Regel von Fachfirmen entfernt werden, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Giftige Haare werden vom Wind verweht

Jede Raupe hat etwa 600.000 Brennhaare. Auch wenn sie sich gehäutet und dann zu harmlosen Faltern geworden sind, bleiben Millionen der giftigen Härchen in den Raupennestern zurück. Sie können leicht vom Wind verweht werden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben