Wirtschaft

Firma Altbrod saniert die Mescheder Fußgängerzone

Bei laufendem Geschäftsbetrieb wird die Fußgängerzone saniert. An der Baustelle Ruhrstraße: Dietmar Clever, Bauleiter der Firma Altbrod aus Wenholthausen, Peter Schulte (Schachtmeister der Firma Altbrod), Michael Klauke, Bauleiter der Stadt.

Bei laufendem Geschäftsbetrieb wird die Fußgängerzone saniert. An der Baustelle Ruhrstraße: Dietmar Clever, Bauleiter der Firma Altbrod aus Wenholthausen, Peter Schulte (Schachtmeister der Firma Altbrod), Michael Klauke, Bauleiter der Stadt.

Foto: Ute Tolksdorf / WP

Meschede.  In der Ruhrstraße in Meschede sind die Bauarbeiten gestartet. Die Belastungen sollen so gering wie möglich bleiben, verspricht die Baufirma.

Lange ist geplant und diskutiert worden. Jetzt geht die Sanierung der Fußgängerzone auch endlich los. Michael Klauke, Bauleiter der Stadt, Dietmar Clever, Bauleiter und Peter Schulte, Schachtmeister der Firma Altbrod, erläutern die nächsten Schritte. Für das Wenholthauser Unternehmen ist die Arbeit in der engen Fußgängerzone nichts Neues. Zuletzt sanierte es die Fußgängerzone in der Siegener Altstadt.

Bereits erledigt

Alle Einbauten sind entfernt, die meisten alten Straßenlampen weg. „Damit es nicht zu dunkel in der Fußgängerzone wird, haben wir ein paar stehengelassen“, erklärt Michael Klauke. Die Baustelle ist insgesamt in drei Bauabschnitte eingeteilt, die bei den Pflasterarbeiten nach und nach abgearbeitet werden. Der erste reicht vom Stadtmodell bis zu Gina Laura, der zweite Abschnitt endet an der Einmündung Rebell, von dort bis zu den Geschäften Völker und Gerstgarbe reicht der dritte Bauabschnitt.

Die Trinkwasserleitung

Durch die gesamte Fußgängerzone – also über alle drei Bauabschnitte – muss als erstes eine neue Trinkwasserleitung gelegt werden. Damit ist die Firma Altbrod zurzeit noch beschäftigt, anschließend werden die Kanalschächte saniert und erneuert. Dabei nutzt das Unternehmen ein Verfahren, das die gesamte Bauzeit deutlich verkürzt. „Der Hauptkanal erhält einen so genannten Inliner“, erläutert Dietmar Clever. „Dabei wird ein Gewebeschlauch, der in Epoxidharz getränkt ist, in den bestehenden Kanal eingezogen und aufgepumpt. Mit Infrarot-Licht wird er im Anschluss ausgehärtet.“ Dadurch können umfangreiche offene Kanalbauarbeiten vermieden werden.

Die Hausanschlüsse

Ist das erledigt, werden Kanal- und Wasserleitungsanschlüsse der Häuser erneuert. Es gibt Glasfaser in jedes Haus. „Außerdem legen wir ein neues Lampenkabel und ein Leerrohr für die Stadt, über das in Zukunft digitale Info-Tafeln gesteuert werden können und ein weiteres Leerrohr für die Telekom“, erklärt Klauke.

Die Pflasterarbeiten

Liegen die Leitungen, wird in den genannten drei Bauabschnitten gepflastert, anschließend werden Bänke, Lampen, Fahrradbügel und Spielgeräte aufgebaut. In der Mitte der Ruhrstraße entsteht eine Radfahr- und Ladespur für die zunehmende Zahl an Lieferfahrzeugen. „Die Bäume können wir erst später pflanzen“, sagt Klauke. Dabei handelt es sich um so genannte Amberbäume, die einiges aushalten müssen. „In der Stadt brauchen wir Bäume, die mit wenig Wasser auskommen, sie müssen Tausalz verkraften können und dürfen nicht zu großkronig sein.“

Die Belastungen

Michael Klauke, Peter Schulte und Dietmar Clever ist klar, dass in den nächsten Wochen einige Belastungen auf die Anlieger zukommen. Sie versprechen aber, sie so gering wie möglich zu halten. „Geplant ist, wenn das Pflaster aufgenommen wird, Fertigteppiche bei Bedarf in die Hauseingänge zu legen, so dass nicht der ganze Dreck in die Geschäfte getragen wird“, erläutert Clever. Auch für die Außengastronomie soll – so gut es geht - Platz gelassen werden. Und Michael Klauke hat im Vorfeld ein Schreiben an alle Anlieger verschickt, in dem auch seine Handy-Nummer und die von Peter Schulte steht. „Wenn es Probleme gibt, kann man uns jederzeit ansprechen, wir versuchen sie dann zu lösen“, verspricht er.

>>>HINTERGRUND

190 Meter ist die Baustelle vom Stadtmodell bis zum Kaiser-Otto-Platz lang. Dieser soll aber erst in einem zweiten Schritt saniert werden.

Die Kosten haben ein Gesamtvolumen von 1,3 Millionen Euro, die sich auf mehrere Auftraggeber verteilen. Beteiligt sind Hochsauerlandwasser, Ruhrverband, Westnetz, Telekom, Stadt sowie die Hauseigentümer.

170.000 Euro beträgt die Fördersumme der Stadt, 400.000 Euro zahlen die Eigentümer.

Der dritte Bauabschnitt soll im Frühjahr 2020 beendet sein.

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