Druckreif Meschede

Druckreif Meschede: Was eine Trinkflasche bewirken kann

Es gibt verschiedene Alternativen zur PET-Trinkflasche

Es gibt verschiedene Alternativen zur PET-Trinkflasche

Foto: Inga Tolksdorf

Der Trend zur eigenen Trinkflasche ist auf dem Vormarsch. Doch welche Vorteile bringt diese mit sich und welche der Alternativen ist am besten?

Der Trend zur eigenen Trinkflasche ist auf dem Vormarsch. Doch welche Vorteile bringt diese mit sich und welche der Alternativen ist am besten?

Umweltfaktor spielt eine Rolle

Beim Stichwort „eigene Trinkflasche“ denken die meisten wohl an den Faktor Umwelt. Mit einer auffüllbaren Flasche spart man natürlich eine immense Menge an Plastikmüll ein, die durch Mehrweg- und besonders auch Einwegflaschen entstehen würde. Doch auch der Gesundheit kann man so etwas Gutes tun, indem man keinen Kontakt mehr mit gesundheitsschädlichen Stoffen, wie Bisphenol-A (BPA) oder Weichmachern, hat. Diese stecken nämlich in Plastikflaschen und sorgen auch für den altbekannten „Plastikgeschmack“, wenn das Wasser mal etwas länger steht.

Mit Trinkflaschen hilft man also sowohl der Umwelt, der Gesundheit als auch dem Trinkgenuss weiter. Doch welche Trinkflasche ist nun die Beste? Für verschiedene Ansprüche eignen sich unterschiedliche Materialien. Die beliebtesten Flaschen sind aus Aluminium, dem Kunststoff Tritan, Glas oder Edelstahl. Druckreif-Autorin Ammelie Kyewski hat die verschiedenen Alternativen unter die Lupe genommen.

Flaschen aus Aluminium

Trinkflaschen aus Aluminium sind besonders leicht und trotzdem hochstabil. Also gut geeignet für Menschen, die nicht schwer tragen wollen. Jedoch steht Aluminium in Kontakt mit Lebensmitteln im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Deshalb benötigen Aluminiumflaschen eine Innenbeschichtung, welche wiederum aus Kunststoff besteht und anfällig für Beschädigungen ist. Zudem geht die Gewinnung von Aluminium einher mit viel Energieverlust und giftigen Abfällen.

Flaschen aus Kunststoff

Auch Flaschen aus Kunststoffen wie Tritan sind leicht und robust, sind aber im Vergleich zu anderen Kunststoffflaschen BPA-frei. Zudem sind solche Flaschen durchsichtig, was für manche ein weiterer Vorteil sein mag. Jedoch ist Tritan auch immer noch ein Kunststoff. Auf lange Sicht tragen solche Flaschen also erneut zur Produktion von Plastikmüll bei. Natürlich sparen sie im Vergleich zu PET-Flaschen trotzdem enorm viel Müll ein.

Flaschen aus Glas

Glas dagegen ist ökologisch recycelbar und gesundheitlich absolut unbedenklich. Trinkflaschen aus Glas sind zudem leicht zu reinigen, da man sie beliebig oft auskochen kann, ohne dass diese sich verformen oder verfärben. Ebenso wie Flaschen aus Kunststoff ist diese Alternative durchsichtig. Doch auch die nachhaltige Glasflasche hat ihre Nachteile: Einerseits ist Glas ein vergleichbar schweres Material. Andererseits können Flaschen aus Glas schnell zu Bruch gehen. Selbst wenn besonders stabiles Glas oder Schutzhüllen zum Einsatz kommen, ist diese Variante eher nichts für tollpatschige Hände.

Flaschen aus Edelstahl

Auch Flaschen aus Edelstahl sind recycelbar und haben zudem eine höhere Lebenserwartung, da sie nicht zerbrechen können. Doch das sind nicht die einzigen Vorteile. Edelstahl kann nicht rosten und ist lebensmittelecht, weshalb keine zusätzliche Beschichtung wie bei Aluminium benötigt wird. Ein „Sturz“ ist also nicht weiter schlimm, da eine Edelstahlflasche sowohl robust ist als auch keine Beschichtung hat, die beschädigt werden könnte. Beliebt sind besonders Versionen, die gleichzeitig die Funktion als Thermoskanne erfüllen. Lediglich Allergiker, die empfindlich auf Nickel reagieren, sollten hier vorsichtig sein.

Die richtige Entscheidung

Egal welche Version einer Trinkflasche man wählt, allein mit dem Verzicht auf das handelsübliche Wasser in Einweg-Plastikflaschen tut man schon etwas Gutes für sich und die Umwelt. Wichtig ist, dass man nicht nur das Material der Flasche, sondern auch das des Deckels beachtet. Welches Material am besten ist und welche Trinkflasche zur eigenen wird, muss jeder nach seinen Ansprüchen entscheiden.

>>>> Die Zahlen

Das spart man durch eine eigene Trinkflasche ein - die offiziellen Zahlen der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Die Deutsche Umwelthilfe ist eine deutsche Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation. Der eingetragene Verein hat seinen Sitz in Hannover:

Pro Jahr werden in Deutschland 16,4 Milliarden Einweg-Plastikflaschen verbraucht.

Das sind insgesamt rund 470.000 Tonnen Kunststoffmüll.

Die Herstellung der Flaschen verschlingt jährlich rund 480.000 Tonnen Rohöl und Erdgaskondensate.

Zusätzlich werden pro Jahr ungefähr 9,5 Milliarden kWh Energie bei der Produktion verbraucht.

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