Biologie

Blumenwiesen auf 2400 Quadratmetern in Meschede

So wie auf dem Alten Friedhof in Freienohl sieht es aktuell gleich an mehreren Stellen im Mescheder Stadtgebiet aus: Das Team des Integrierten Baubetriebshofes (IBB) hat an 13 Standorten auf rund 2400 Quadratmetern Blumenwiesen mit verschiedenen Blühmischungen angelegt.

So wie auf dem Alten Friedhof in Freienohl sieht es aktuell gleich an mehreren Stellen im Mescheder Stadtgebiet aus: Das Team des Integrierten Baubetriebshofes (IBB) hat an 13 Standorten auf rund 2400 Quadratmetern Blumenwiesen mit verschiedenen Blühmischungen angelegt.

Foto: Stadt Meschede

Freienohl/Meschede.  Die Aktion soll noch ausgeweitet werden: Die Stadt Meschede legt Wiesen mit verschiedenen Blühmischungen an - auch für die Umwelt.

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Es brummt, es surrt - und es leuchtet: Hunderte kleiner Sonnenblumen recken sich dem blauen Spätsommerhimmel entgegen und sorgen für ein sattes Gelb im grünen „Mini-Dschungel“. So wie auf dem Alten Friedhof in Freienohl sieht es aktuell gleich an mehreren Stellen im Mescheder Stadtgebiet aus: Das Team des Integrierten Baubetriebshofes (IBB) hat an 13 Standorten auf rund 2400 Quadratmetern Blumenwiesen mit verschiedenen Blühmischungen angelegt.

Die Betrachter erfreuen die bunten Farbtupfer - und diejenigen, die dort „kreuchen und fleuchen“, wahrscheinlich sogar noch mehr: „Wir legen auf städtischen Flächen die Blumenwiesen an, um den Lebensraum von Wildbienen und Insekten zu verbessern“, erklärt Marc Böhm, Leiter des IBB. Dabei verwendet das Team des IBB unterschiedliche Mischungen.

Ausweitung im kommenden Jahr

Für das kommende Jahr ist dann sogar eine Ausweitung dieser Maßnahme geplant - Marc Böhm: „Potenzielle Flächen für die Anlage solcher Wildblumenwiesen sind reichlich vorhanden.“Das Projekt biete gleich mehrere Vorteile, so der IBB-Leiter: Zum einen könne man einen Beitrag leisten, um Lebensräume für Insekten zu schaffen - „und damit die Artenvielfalt zu unterstützen.“ Zum anderen stoßen die „Gute-Laune-Wiesen“ auf breite Zustimmung bei Einwohnern und Gästen. Und zum dritten ist das Projekt für den IBB auch eine wirtschaftliche Angelegenheit: „Wichtig ist, dass die Flächen pflegeleicht sind, um die Kosten für Bewirtschaftung im Rahmen zu halten“, so Marc Böhm.

Auch innerhalb der Ortslagen böten sich zahlreiche Flächen an, die sich als idealer Lebensraum für Insekten gestalten lassen - „zum Beispiel die Ruhrwiesen in Meschede oder aber die großen Rasenflächen unter der Stromtrasse am Hainberg.“ Bereits seit Jahren beschäftigt sich der IBB mit der nachhaltigen Umgestaltung von städtischen Grünflächen und dem so genannten „Straßenbegleitgrün“. Ein Baustein dazu: Das „Bürgerobst“-Projekt, das mittlerweile auf mehreren Flächen rund 230 Bäume umfasst.

Biologische Vielfalt

Der Erhalt alter Obstbaumsorten und der biologischen Vielfalt hat für die Bürgerinnen und Bürger noch einen handfesten Vorteil: Sie können sich auf der Homepage www.meschede.de über die Bürgerobst-Flächen informieren - und zur Erntezeit bei Apfel, Birne oder Zwetschge bedienen. Wichtig sei aber auch beim Bürgerobst ein schrittweiser Ausbau, unterstreicht Marc Böhm: „Da die Bäume insbesondere in den ersten Jahren regelmäßig beschnitten, freigemäht und in trockenen Sommern auch gewässert werden müssen, muss der Bestand langsam ausgebaut werden, damit wir die Pflegearbeiten auch gewährleisten können.“

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