Wetter

Bis zu 70 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in Freienohl

Julian Pape und Meinolf Pape aus Winterberg bezeichnen sich selbst als „wetterverrückt“. Sie betreiben die Internetseite www.sauerland-wetter.de. Ab heute erstellen sie für unsere Leser jede Woche einen individuellen Wetterbericht für das Wochenende mit einer Prognose für den Wochenbeginn.

Julian Pape und Meinolf Pape aus Winterberg bezeichnen sich selbst als „wetterverrückt“. Sie betreiben die Internetseite www.sauerland-wetter.de. Ab heute erstellen sie für unsere Leser jede Woche einen individuellen Wetterbericht für das Wochenende mit einer Prognose für den Wochenbeginn.

Foto: Privat

Meschede/Winterberg.   Sie bezeichnen sich als „wetterverrückt“: Julian und Meinolf Pape werten Wetterdaten aus Meschede, Bestwig, Eslohe und Schmallenberg aus.

Unwetter und Starkregen haben in den vergangenen Tagen auch den heimischen Raum getroffen. Teile von Freienohl standen unter Wasser, in Heinrichsthal sind Keller voll gelaufen, in Ostwig ist eine Straße abgerutscht. In etwa einer Stunde kamen in Freienohl am Sonntagnachmittag zwischen 50 und knapp 70 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Das und weitere interessante Fakten rund ums Wetter im Sauerland liefert die Internetseite von Julian und Meinolf Pape.

Seit sechs Jahren eigene Internetseite

Mittlerweile 38 Wetterstationen haben sie installiert. Die Daten sammeln sie und stellen sie auf ihrer eigenen Internetseite www.wetter-sauerland.de zur Verfügung. Ab heute erstellen die beiden Winterberger für unsere Leser wöchentlich einen Wetter-Tipp. Die Aussichten fürs Wochenende mit einer Prognose für den Wochenanfang stellen sie speziell für unsere Region zusammen.

Sich selbst bezeichnen die beiden Diplom-Geografen als „wetterverrückt“. „Das ist eine Leidenschaft“, sagt Meinolf Pape. Daraus hat sich so einiges entwickelt. Angefangen hat er 1993 mit einem Service für die Sauerländer Gastbetriebe: ein Flyer mit Wetter- und Ausflugtipps für die Gäste. Außerdem bietet er Führungen zum Thema Wetter am Kahlen Asten an. Vor zehn Jahren haben Meinolf und Julian Pape dann die erste Wetterstation aufgestellt. Seit etwa sechs Jahren betreiben sie die eigene Internetseite.

„Wir selbst sehen uns als Kompetenzstelle für das Wetter im Sauerland“, sagt Julian Pape. Als solche werden sie auch immer wieder angesprochen. Zum Beispiel, wenn es um einen Beleg für die Versicherung nach einem Unwetterschaden geht. Oder um ein Monitoring für den Wintersport zum Thema Klimaveränderungen. „Der Deutsche Wetterdienst hat zwar eine eigene Station auf dem Kahlen Asten, doch das Netz ist sehr grobmaschig“, erklärt Julian Pape.

Mescheder Daten mit verarbeitet

Die konkrete Vorhersage erstellen die Papes mit Hilfe der Software eines Wetter-Anbieters - „aber eines guten“, fügt Julian Pape hinzu und lacht. Launige Texte mit Einordnung und regionalen Besonderheiten schreiben die wetterverrückten Jungs aus Winterberg dann aber selbst.

Interessant sei eben auch der Ist-Zustand der 38 Wetterstationen, der über die Internetseite abgerufen werden kann. „Temperaturen, Niederschläge und vieles mehr kann man zum Beispiel in den Schulunterricht einbauen“, erklärt Meinolf Pape. Seit einiger Zeit gehört auch die Bildungsarbeit zu seinen Aufgaben. „Die Themen Umwelt oder auch Digitalisierung lassen sich anschaulich und interessant damit verbinden“, so Pape.

Erst kürzlich hat das Gymnasium der Stadt Meschede dank einer Spende aus der heimischen Wirtschaft eine eigene Wetterstation erhalten - „auch diese Daten werden jetzt in unser Netz eingebunden.“

Daten aus zehn Stationen für lokale Prognose

Insgesamt sind es zehn Wetterstationen, die Julian und Meinolf Pape alle Daten liefern, die sie für die wöchentlichen Wetterberichte für unser Verbreitungsgebiet benötigen. Neben der am Mescheder Gymnasium gibt es eine in Bestwig im Fort Fun, eine in Eslohe-Reiste sowie sieben im Stadtgebiet Schmallenberg (Winkhausen, Westfeld, Oberkirchen, Ebbinghof, Grafschaft, Schanze und an der Hunau).

„Schön wäre es, wenn wir das Netz noch dichter machen könnten“, startet Julian Pape einen Aufruf. Zum Beispiel für Hotels, Ferienhöfe oder auch landwirtschaftliche Betriebe sei eine eigene Wetterstation interessant. „Die Kosten für die Station - etwa 1500 Euro - werden in der Regel vor Ort übernommen“, erklärt er. In Reiste habe zum Beispiel das ganze Dorf zusammengeschmissen. „Wir richten die Anlage gerne ein, leisten den Service und verarbeiten die Daten.“

>>>HINTERGRUND<<<

Auf www.wetter-sauerland.de informieren Julian und Meinolf Pape über das regionale Wetter.

Insgesamt 38 Stationen sind im Sauerland verteilt und liefern aktuelle Daten.

Weitere Wetterstationen - insbesondere im Ruhrtal - sollen dazukommen. Wer Interesse hat, mit den Jungs vom Sauerland-Wetter zusammen zu arbeiten, kann sich gern per Mail melden: pape@wetter-sauerland.de

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