Umbau

Bei laufendem Betrieb: Eslohes Rathaus als Großbaustelle

Der Fachbereich Technische Dienstleistungen bei der Arbeit im Ratssaal. Dort, wo Burkhard Koch (vorne) sitzt, nehmen bei Ratssitzungen die Mitglieder der CDU-Fraktion Platz.

Der Fachbereich Technische Dienstleistungen bei der Arbeit im Ratssaal. Dort, wo Burkhard Koch (vorne) sitzt, nehmen bei Ratssitzungen die Mitglieder der CDU-Fraktion Platz.

Foto: Frank Selter

Eslohe. Es ist ein bisschen wie eine Operation am offenen Herzen: Das Esloher Rathaus gleicht aktuell einer Großbaustelle - und trotzdem muss der Betrieb weiter gehen. Und er geht weiter. Das ist vor allem der Verdienst von Burkhard Koch. Er hat die energetische Sanierung generalstabsmäßig vorbereitet.

„Bis jetzt läuft das alles ziemlich reibungslos“, freut er sich. Kochs Schreibtisch und die Tische seiner Kollegen vom Fachbereich Technische Dienstleistungen standen zuletzt im Ratssaal. „Es ist ein anderes Arbeiten, aber es funktioniert“, sagt Koch und lobt zum einen ausdrücklich das gute Miteinander im Rathaus und zum anderen die gute Zusammenarbeit unter den Kollegen. „Ohne das, würde es vermutlich nicht so reibungslos laufen“, betont Koch, bei dem im Zuge der Sanierung alle Fäden zusammenlaufen.

Nächste Abteilung an der Reihe

Während seine Abteilung im Ratssaal still vor sich hin arbeitet, ist es gegenüber in den eigentlichen Büros der Abteilung deutlich lauter. Fußleisten lassen sich eben nicht leise sägen.

Aufeinander gestapelte Tische, Wasserwagen auf Aktenordnern, Trittleitern und Abdeckplanen - dieses aktuelle Bild soll schon am heutigen Montag wieder Geschichte sein. Zumindest in den Büros des Fachbereichs IV. Nach dem Umzug in die sanierten Räume ist mit dem Fachbereich Ordnung und Wirtschaftsförderung die nächste Abteilung an der Reihe.

Privatsphäre gewährleistet

„Die Privatsphäre der Rathausbesucher wird natürlich weiterhin gewährleistet sein“, verspricht Koch. Weil es gerade im Fachbereich Ordnung und Wirtschaftsförderung viel Kundenverkehr gebe und es oftmals um sensible Themen und Daten gehe, werde sichergestellt sein, dass es hier auch während der Bauphase Einzelbüros gebe. Koch und seine Kollegen haben eben an alles gedacht.

Einteilung in sieben Abschnitte

In insgesamt sieben Bauabschnitte ist die energetische Sanierung des Rathauses aufgeteilt. Der letzte Abschnitt - die Sanierung des Daches - soll im August starten und spätestens am 1. November beendet sein.

Wenn es so weiterlaufe wie bisher, sei er zuversichtlich, betont Koch. „Der erste Bauabschnitt macht jedenfalls Hoffnung“, sagt er und lacht. Das sei vor allem auch den zuverlässigen heimischen Handwerkern zu verdanken.

Hier müsse ein Rad ins andere greifen. Wenn es irgendwo hake, könne das weitreichende Konsequenzen für den gesamten Ablauf haben. Bislang aber hat es nirgendwo gehakt.

Der Bauhof packt an

Weil im Fachbereich IV Männer arbeiten, die auch anpacken können, haben sie beim Umzug der Büros selbst geholfen. In den anderen Abteilungen kommt bei Bedarf der Bauhof zur Hilfe. Und Unterstützung gibt es - wenn notwendig - sogar aus dem Dampf-Land-Leute Museum: Wer mit der Arbeit im zum Großraumbüro umfunktionierten Ratssaal seine Probleme hat, bekommt von dort auf Wunsch Schallschluckwände zur Verfügung gestellt.

>>>HINTERGRUND<<<

Die energetische Sanierung verschlingt insgesamt 316.000 Euro. Davon gibt es 243.000 Euro Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz.

Im Zuge der Sanierung werden unter anderem sämtliche Fenster ausgetauscht, die Heizkörpernischen gedämmt und aufgemauert sowie die Betonpfeiler von außen gedämmt.

Außerdem wird die Beschattung in den Büros durch eine Außenbeschattung ersetzt.

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