Unfall

46-Jährige Schmallenbergerin schwebt in Lebensgefahr

Bei einem Unfall in Werpe ist eine 46-jährige Schmallenbergerin lebensgefährlich verletzt worden. Sie musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus eingeliefert werden. An ihrem Auto entstand Totalschaden.

Bei einem Unfall in Werpe ist eine 46-jährige Schmallenbergerin lebensgefährlich verletzt worden. Sie musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus eingeliefert werden. An ihrem Auto entstand Totalschaden.

Foto: Matthias Böhl/ WP Schmallenberg

Werpe.  Warum die 46-Jährige auf gerader Strecke gegen einen Baum prallte, ist noch ungeklärt. Die Polizei rätselt auch über ein weiteres Detail.

Auf der L737 ist es am Montagmorgen zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Eine 46-Jährige Schmallenbergerin fuhr vor einen Baum. Noch ist für die Polizei völlig unklar, wie es dazu kommen konnte. Und sie rätselt auch darüber, warum die Frau nicht angeschnallt war.

Auf gerader Strecke gegen Baum geprallt

Kurz nach acht Uhr. Auf der Landstraße zwischen den Schmallenberger Ortsteilen Werpe und Felbecke ist es still am Montagmorgen. Kein Verkehr, keine Autogeräusche, keine Motorradfahrer. Die Straße ist gesperrt worden und die gespenstische Ruhe vor Ort wird nur dezent von Stimmen durchbrochen - Stimmen von Feuerwehrleuten, Polizeibeamten, Notfallsanitätern und Notärzten.

„Es besteht massivste Lebensgefahr“, schildert ein Polizeibeamter vor Ort. Warum die 46-jährige Frau auf gerader Strecke gegen einen starken Straßenbaum geprallt ist, ist noch völlig unklar. „Die Frau kam aus Richtung Schmallenberg und ist gegen den Baum gefahren. Mehr wissen wir selbst noch nicht“, erklären die Polizeibeamten vor Ort.

Die Feuerwehren aus Felbecke, Berghausen, Bracht und Schmallenberg befreien unter der Einsatzleitung von Jürgen Schneider, dem stellvertretenden Leiter der Schmallenberg Wehr, die Frau aus dem silbernen VW Passat.

Anfangs war die Frau noch ansprechbar

„Erst war die Patientin für den Rettungsdienst noch ansprechbar, ist dann aber bewusstlos geworden“, erklärt Jürgen Schneider. Er und seine Leute müssen dann eine so genannte Crash-Rettung vornehmen. Dies ist ein schnellstmögliches Rettungsverfahren, was angewendet wird, wenn beim Patienten akute Lebensgefahr besteht und er „keine Zeit zu verlieren hat“. Die Ruhigstellung der Wirbelsäule oder die schonende Rettung mit einem Rettungskorsett entfallen bei solch kritischen Patienten. Da geht es nur darum, den Verletzten so schnell wie möglich lebend aus dem Wrack zu retten.

Mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 25“ nach Siegen

Während der Rettungsmaßnahmen durch die Feuerwehr wird die eingeklemmte Frau vom Rettungsdienst und dem Notarzt aus Bad Fredeburg medizinisch versorgt. Außerdem ist der in Siegen stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 25“ auf dem Weg nach Werpe. Er fliegt im Anschluss an die Befreiung und die Erstversorgung die Schwerstverletzte in eine Klinik. „Polytrauma“, sagt der Feuerwehreinsatzleiter vor Ort. Damit ist eine Kombination verschiedener Verletzungen gemeint, die entweder von ihrer Art her, oder in der Kombination Lebensgefahr bedeutet.

Tachonadel steht bei 80 km/h

Am silbernen Passat ist der Tacho durch die Wucht des Aufpralls bei 80 km/h hängen geblieben. Durch dieses rasante Abbremstrauma, so nennt man es, wenn ein Körper mit hoher Geschwindigkeit auf ein Hindernis trifft, kann die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit noch höher gewesen sein. Am Fahrzeug sieht man die Spuren des Aufpralls und der Rettung: Glassplitter liegen vor dem Baum, die Windschutzscheibe ist zerborsten, die gesamte Front verformt und eingedrückt. Die Tür am Fahrzeug hat die Feuerwehr mit schwerem Gerät abgetrennt. Das Dach geöffnet.

Stumme Zeugen einer Tragödie

„Zum Glück war die Patientin nicht noch im Fußraum eingeklemmt“, resümiert Jürgen Schneider kurz. Nach der Einsatznachbesprechung direkt vor Ort fahren Feuerwehr und Rettungsdienst wieder zurück in ihre Standorte. Nachdem der Abschleppwagen da war, erinnern nur noch markierte Spuren auf der Straße und Prellmarken am Baum an den schweren Unfall. Sie sind die stummen Zeugen einer Tragödie auf der Landstraße.

>>>HINTERGRUND

Die Landstraße war während der Unfallaufnahme rund drei Stunden in beide Richtungen gesperrt.

Zur weiteren Unfallklärung sucht die Polizei nach Zeugen. Wer kann Angaben zum Unfallgeschehen geben.

Hinweise nimmt die Polizei in Schmallenberg unter
0 29 74 - 90 200

entgegen.

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