Ermittlungen

21 neue Fälle: Betrüger wollen Opfer um ihr Geld zu bringen

Die Täter rufen an und erzählen eine Lügengeschichte. Sie wollen Geld.

Die Täter rufen an und erzählen eine Lügengeschichte. Sie wollen Geld.

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Meschede/Eslohe/Schmallenberg.  Die Masche mit der „falschen Polizei“ zieht weitere Kreise: 21 neue Fälle sind inzwischen registriert worden. Hier gibt es Tipps zum Schutz.

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Schon wieder haben Betrüger versucht das Geld älterer Mitmenschen zu ergaunern. Dieses Mal haben sich Fälle in Arnsberg, Sundern, Meschede, Schmallenberg und Eslohe ereignet. Insgesamt 21 Anzeigen wurden bei der Polizei registriert.

Die Taten ereigneten sich in den meisten Fällen am Donnerstagabend. Die Vorgehensweise der Betrüger ist nach Einschätzung der Polizei gemein und hinterhältig: „Erfreulicherweise hatten die Betrüger aber mit ihrer Masche keinen Erfolg“. Alle Angerufenen verhielten sich demnach genau richtig und ließen sich nicht auf „faule Mätzchen“ ein.

Häufig die 110 auf dem Telefon

Das Vorgehen: Die Täter suchen sich bevorzugt ältere Mitbürger aus - selbst der Polizei-Chef im HSK zählte übrigens schon zu den potenziellen Opfern. Die Täter rufen die Leute an und geben sich als Polizisten aus. Hierbei erscheint häufig die örtliche Vorwahl in Verbindung mit der 110 im Telefondisplay. Mit einer geschickten Gesprächsführung warnen die Täter zum Beispiel vor einem angeblich bevorstehenden Einbruch. Die Bewohner erhalten den vermeintlichen Tipp, das gesamte Bargeld und den wertvollen Schmuck im Haus zu sammeln, um es von einem Kriminalbeamten abholen und an einen „sicheren Ort“ bringen zu lassen.

Selbstverständlich versprechen die Betrüger, das Geld zurückzubringen, wenn die Gefahr gebannt ist. In Wahrheit brennen sie mit der Beute durch.

Diese Tipps gibt die Polizei, um sich vor Trickbetrügern zu schützen:

-Rufen Sie beim geringsten Zweifel die echte Polizei unter dem Notruf 110 an.

-Informieren Sie Ihre Familie, Freunde oder Nachbarn.

-Für Betrüger ist es ein geringer Aufwand die Telefonnummer als 110 erscheinen zu lassen. Die echte Polizei überträgt niemals die Notrufnummer 110 auf das angerufene Telefondisplay.

-Geben Sie am Telefon niemals Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

-Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.

-Lassen Sie Unbekannte vor Ihrer Wohnungstür: Sie sind grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet in Ihre Wohnung zu lassen.

-Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.

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