Wildtiere

Wildschweine wandern über Schulhof vom Hönne-Gymnasium

Am Hönnegymnasium wurden Wildschweine gesichtet. Nun hat ein Unbekannter Mais verstreut, um die Tiere anzulocken (Symbolbild).

Am Hönnegymnasium wurden Wildschweine gesichtet. Nun hat ein Unbekannter Mais verstreut, um die Tiere anzulocken (Symbolbild).

Foto: Paul Zinken / dpa

Menden.  Am Hönne-Gymnasium wurden am Montag Wildschweine gesichtet. Nun hat ein Unbekannter in der Umgebung Mais verstreut, um die Tiere anzulocken.

Nachdem am Montag im Bereich des Gymnasiums an der Hönne Wildschweine gesichtet wurden, ist dem Ordnungsamt am Mittwoch gemeldet worden, dass ein Unbekannter im Bereich des Gymnasiums Mais verstreut hat. Da ein Zusammenhang der beiden Beobachtungen nicht auszuschließen ist, appelliert die Stadt Menden an die Bürger, die Wildschweine nicht zu füttern.

Die Tiere in die Stadt zu locken, könne für Mensch und Tier fatale Folgen haben, erklärte die Stadt. Zum einen für die Autofahrer, die am frühen Morgen mit dem Wild auf der Straße kollidieren könnten, als auch für die Tiere selbst. Es sei bereits vorgekommen, dass eine Bache mit zwei Frischlingen auf der Flucht aus der Stadt eines ihrer Jungtiere an die Hönne verloren habe.

Auch Stadtförster Dirk Basse warnt davor, die Wildschweine zu füttern. „Es ist ein weltweites Problem, dass die Wildtiere immer weiter in die Städte kommen, um nach Futter zu suchen.“ Neben den Wildschweinen beträfe das auch Rehe, Füchse und Waschbären. „Es wäre falsch, sie jetzt zu füttern. Wir sollten das Verhalten nicht bestärken.“

Im Ernstfall: Ruhe bewahren, auf Abstand gehen

Immerhin seien die Tiere nicht dumm. „Wenn es irgendwo Futter gibt, wo sie leicht drankommen, freuen sie sich natürlich und kommen wieder.“ Abfälle, Komposthaufen und Grünstreifen würden den Wildschweinen ohnehin schon ein vielfältiges Nahrungsangebot bieten. Jetzt sei die Zeit, in der die Rotten von den Äckern zurück in die Wälder zögen. Dabei sei es nicht ungewöhnlich, dass sie auch in die Stadt kämen, um dort nach Futter zu suchen.

Wer sich einem Wildschwein plötzlich gegenübersieht, dem rät er: „Ruhig bleiben. Das Tier nicht erschrecken, ärgern oder bedrängen. Am besten zurückziehen und einem Umweg nehmen und sich nicht anschleichen.“ Wildschweine seien im Gegensatz zur allgemeinen Meinung allerdings nicht aggressiv. „Sie lauern Menschen nicht auf, sie greifen höchstens aus Angst oder Überraschung an.“ In erster Linie würden die Tiere immer versuchen, den Menschen aus dem Weg zu gehen.

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