Cybercrime-Erfolg

Sprengstoff-Fund in Fröndenberg: „Es geht nicht um Böller“

Plastiksprengstoff (Symbolbild)

Plastiksprengstoff (Symbolbild)

Foto: Ralf Rottmann

Fröndenberg.   Die Cybercrime-Spezialeinheit hat in Fröndenberg einen dicken Fang gemacht. Der Sprengstoff war offensichtlich hochgefährlich.

Die Staatsanwaltschaft Köln geht davon aus, dass der festgenommene 43-jährige Fröndenberger keinen terroristischen Hintergrund hat. Das erklärte Staatsanwalt Dr. René Seppi auf WP-Nachfrage. Die Cybercrime-Einheit der Staatsanwaltschaft Köln hatte den Mann am Dienstag festgenommen und seine Wohnung in Fröndenberg durchsucht.

„Es gibt keine Zusammenhänge zu den Durchsuchungen in Bad Berleburg“, sagt Seppi. Dort hatten Beamte derselben Einheit zusammen mit dem Zoll in der vergangenen Woche einen Pyrotechnik-Ring ausgehoben. Zu weiteren Details will sich die Staatsanwaltschaft derzeit nicht äußern, größtenteils aus ermittlungstaktischen Gründen.

Verbleib des Täters wird geheimgehalten

Die Beamten hatten unbemerkt von der Öffentlichkeit am Dienstag in der Wohnung Sprengstoff, Waffen und digitale Beweismittel sichergestellt. Um welchen Sprengstoff es sich genau handelt, müsse noch untersucht werden. Seppi: „Es geht nicht um Böller.“

Das Verfahren wurde auf der Grundlage von Ermittlungen des Bundeskriminalamtes eingeleitet. Der 43-Jährige soll versucht haben, unter Verwendung eines Pseudonyms und der Nutzung des TOR-Netzwerkes im sogenannten Darknet illegale Schusswaffen und Munition zu erwerben. Er soll selbst Sprengstoff angeboten haben.

Details bleiben äußerst schwammig: Die Staatsanwaltschaft will sich noch nicht einmal zum Verbleib des 43-Jährigen äußern – aus ermittlungstaktischen Gründen und aus Gründen des Personenschutzes, heißt es.

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