Coronavirus

Menden: Pfingstkirmes jetzt offiziell ohne Ersatz abgesagt

Dieses Bild wird es in diesem Jahr nicht geben: Das Riesenrad auf der Pfingstkirmes in Menden.

Dieses Bild wird es in diesem Jahr nicht geben: Das Riesenrad auf der Pfingstkirmes in Menden.

Foto: Thomas Nitsche / WP

Menden.  Corona: Die Mendener Pfingstkirmes 2020 ist jetzt auch offiziell abgesagt. Schausteller und Stadt einigten sich, dass es keinen Ersatztermin gibt.

Die Mendener Pfingstkirmes 2020 ist wegen des Coronavirus offiziell abgesagt. Das teilen der Schaustellerverein Iserlohn-Schwerte und die Stadt in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Es ist jetzt auch definitiv, dass es keinen Ersatz geben wird.

Bis zuletzt habe die Stadtverwaltung auf ein offizielles Regelwerk zu Großveranstaltungen aus Düsseldorf gewartet, um bei der Entscheidung zur Kirmes 2020 auch rechtssicher handeln zu können, erklärt Stadtsprecher Johannes Ehrlich. „Auch im Interesse der Schausteller.“

Verordnung vom Land gibt jetzt ab dem 4. Mai Rechtssicherheit

In der „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARSCoV-2“ in der ab dem 4. Mai 2020 gültigen Fassung sei jetzt unter §11 „eindeutig gelistet, dass auch Kirmesveranstaltungen zu den Großveranstaltungen zählen, die bis Ende August untersagt sind“.

Die Entscheidung sei nun gemeinsam mit dem Schaustellerverein Iserlohn-Schwerte getroffen worden, erklärt Ehrlich. „Die Mendener Pfingstkirmes kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Eine Alternative gibt es nicht.“ Rückblick: Stadt will den Erlass abwarten.

Bürgermeister Martin Wächter: An dieser Entscheidung hängen Existenzen

Besonders hart treffe es vor allem die Schausteller. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, da uns klar ist, dass daran Existenzen hängen“, sagt Bürgermeister Martin Wächter (CDU) in der Mitteilung. „Da im Gespräch zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten abervereinbart wurde, alle Veranstaltungen bis Ende August zu untersagen und das auch jetzt in der Coronaschutzverordnung des Landes eindeutig aufgeführt ist, haben wir keine andere Möglichkeit gesehen. Auch, um die Gesundheit der Besucher der Kirmes und der Schausteller und ihrer Mitarbeiter zu schützen.“

Für die Schausteller sei nun die Kirmes 2021 das Ziel: „Auch wenn auf uns alle harte Zeiten zukommen und viele von uns nicht mehr lange durchhalten können, geht trotzdem die Gesundheit aller vor“, ergänzt Konstantin Müller, Vorsitzender des Schaustellervereines. „Wir hoffen, dass wir diese Krise überstehen und uns alle im nächsten Jahr in Menden wiedersehen.“

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