Abmahnung

Kölner Kanzlei Höcker hat kein Problem mit AfD-Mandat

Protest in Menden gegen die AfD bei einer Demonstration gegen den Auftritt der Europaabgeordneten Beatrix von Storch.

Foto: Arne Poll

Protest in Menden gegen die AfD bei einer Demonstration gegen den Auftritt der Europaabgeordneten Beatrix von Storch. Foto: Arne Poll

Menden.   Die Kölner Kanzlei Höcker vertritt viele Prominente, darunter auch Politiker fast aller Parteien.

Anwalt Dr. Carsten Brennecke aus der Kölner Kanzlei Höcker hat keine Gewissenskonflikte, wenn er ein Mandat der von vielen als rechtspopulistische Partei bezeichnete AfD übernimmt. „Wir haben überhaupt kein Problem, jemanden zu vertreten, der sich in seinen gesetzlich garantierten Rechten verletzt fühlt“, sagt Brennecke. „Ich verstehe nicht, warum die AfD vogelfrei sein sollte.“

Brennecke zieht den Vergleich zum Strafrecht. Dort sei der vermeintliche Gewissenskonflikt ja sogar noch deutlicher: Ein Straftäter erhalte ja auch juristische Unterstützung, obwohl sich der Verteidiger ganz sicher nicht mit den Straftaten identifiziere.

Fast alle Parteien Auftraggeber

„Wir vertreten neben der AfD auch Politiker sämtlicher anderer Parteien, bis auf die Linke“, sagt Bren- necke. Bei der Linken sei es purer Zufall. Auch deren Mandat werde er annehmen, wenn sich das anbiete. Die Kanzlei gehört zu den wenigen Kanzleien, die sich auf Medien- und Markenrecht spezialisiert haben. Kanzlei-Chef Ralf Höcker vertrat unter anderem Wettermoderator Jörg Kachelmann und klagte erfolgreich auf Schadensersatz wegen der Berichterstattung über den Prozess und Verletzung der Persönlichkeitsrechte Kachelmanns.

Höcker ist gern gesehener Gast in Talkshows und Autor mehrerer Bücher über Rechtsirrtümer. Die Kanzlei vertrat bereits die AfD bei einer Klage des Gelsenkirchener Oberbürgermeisters Frank Bara-nowski (SPD).

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