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Erstes Fitnessstudio in Menden öffnet: "hohe Nachfrage"

Kevin da Silva, Inhaber des Fitness-Studios "Body Shape Fitness" in Menden an der Friedrich-Glunz-Straße 8a. Sein Studio darf als erstes wieder öffnen.

Kevin da Silva, Inhaber des Fitness-Studios "Body Shape Fitness" in Menden an der Friedrich-Glunz-Straße 8a. Sein Studio darf als erstes wieder öffnen.

Foto: Corinna Schutzeichel / WP

Menden  Mit Sondergenehmigung: Nach Wochen der Schließung darf ein Mendener Fitnessstudio wieder öffnen - allerdings nur für eine bestimmte Trainingsart.

Viele Hobbysportler warten sehnsüchtig auf die Wiedereröffnung von Fitnessstudios. Schon wochenlang sind die Einrichtungen Corona-bedingt geschlossen. Seit wenigen Tagen darf nun das Fitnessstudio „Body Shape Fitness“ in der Horlecke öffnen - mit Einschränkungen und unter strengen Auflagen.

Erst im Januar dieses Jahres hatte Kevin da Silva sein Fitnessstudio an der Friedrich-Glunz-Straße eröffnet. Corona-bedingt musste er dann - wie alle anderen Studios auch - schließen. Vor wenigen Tagen dann die Änderung: Das Studio darf EMS-Training anbieten – also Elektro-Myo-Stimulation, ein Training zum Muskelaufbau. „Wir haben eine Sondergenehmigung bekommen“, freut sich Kevin da Silva. Allerdings darf er ausschließlich das EMS-Training anbieten, alle anderen Trainingsbereiche – etwa der Milon-Zirkel - müssen vorerst weiter geschlossen bleiben.

Training im Mendener Fitnesstudio nur mit festem Termin

Damit Kunden trainieren dürfen, müssen sie sich im Vorfeld für einen festen Termin anmelden. „Die Türen bleiben geschlossen, es dürfen nur die Leute rein, die trainieren“, erläutert Kevin da Silva. Für jeden Kunden wird eine halbe Stunde veranschlagt. Es darf sich nur ein Kunde im Studio aufhalten – zwei Kunden nur dann, wenn sie im selben Haushalt leben.

Wo der Trainer steht und wo sich der Kunde aufhält, ist mit Hilfe einer Bodenmarkierung gekennzeichnet. Desinfektion ist natürlich besonders wichtig: „Wir desinfizieren alles – auch den Handlauf im Gebäude und die Klingel“, erklärt Kevin da Silva.

Mund-Nasen-Schutz für Fitness-Trainer und Kunde

Der Trainer trägt Mund-Nasen-Schutz, der Kunde beim Training auch: „Aber der Kunde trägt den Schutz nicht die ganze Zeit, das würde ja gar nicht gehen. Da wird die Maske zwischendurch auch schon mal abgenommen.“ Das Training mit Maske sei anstrengend und ungewohnt, bilanziert Kevin da Silva. „Aber die meisten sind einfach froh, dass sie überhaupt wieder starten dürfen.“ So sei die Nachfrage derzeit „extrem hoch. Wir haben im Moment einen gut gefüllten Terminkalender.“

Andere Fitnessstudios sind derzeit wegen der Coronaschutzverordnung noch geschlossen. Anbieter von EMS-Training, wie etwa das Mendener Studio „Terra Sports“ am Neumarkt, hatten sich um eine Genehmigung bemüht – doch vergeblich. „Wir dürfen leider nicht öffnen“, hieß es am Montag von der „Terra Sports“-Filialleitung auf Nachfrage der Westfalenpost.

Fitness-Anbieter klagt vor dem Bundesverfassungsgericht

"Wir sind genauso enttäuscht wie Ihr“, schreibt das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite. „Dabei übererfüllen wir sogar alle Hygiene-Auflagen!“ Das bundesweit tätige Unternehmen „Terra Sports“ hat nach eigener Aussage eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht angestrengt, um eine schnelle Wiedereröffnung aller Filialen durchzusetzen.

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