Großer Andrang

Eltern üben Kritik an Anmeldeverfahren für Ferienbetreuung

Rund 100 Mütter und Väter kommen am Samstag zur Anmeldung für die Ferienbetreuung ins Rathaus.

Rund 100 Mütter und Väter kommen am Samstag zur Anmeldung für die Ferienbetreuung ins Rathaus.

Foto: Thomas Nitsche / WP

Menden.  Großer Andrang herrschte am Samstag im Bürgerbüro bei der Anmeldung für die Ferienbetreuung im Sommer. Eltern äußerten Unmut über das Verfahren.

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Großer Andrang herrschte am Samstag im Bürgerbüro im Rathaus. Rund 100 Mütter und Väter wollten ihre Schulkinder für die Ferienbetreuung auf der Kluse anmelden. Mehrere Eltern äußerten ihren Unmut über das Anmeldeverfahren.

Schon vier Stunden vor Beginn der Anmeldung um 15 Uhr trudelten die ersten Familien am Rathaus ein. Doch von den Mitarbeitern des Bürgerbüros, das bis 13 Uhr regulär geöffnet hatte, hieß es, dass es sich noch nicht lohne zu warten. Sie sollten doch später noch mal wiederkommen. Irina Schledde und Daniela Oelmann, die gegen 11.30 Uhr zum Rathaus gekommen waren, gingen für eine halbe Stunde in die Stadt. Als sie wiederkamen, staunten sie nicht schlecht. Schon mehr als 20 Eltern standen in der Kälte vor dem Rathaus.

Alleinerziehend und berufstätig

Viele der Erschienenen konnten den von der Stadt gewählten Modus nicht verstehen. Franz-Josef Bremke fühlte sich wie im Freizeitpark. „Das ist das reinste Chaos hier. Das Warten und lange Anstehen ist wie bei der Wasserbahn in Fort Fun“, klangte er verärgert. „So etwas darf im digitalen Zeitalter nicht mehr vorkommen“, stellte Nina Schätzle klar.

Mehrere Eltern waren verärgert. „Ich habe mir für heute extra frei nehmen müssen und durch das lange Warten ist heute mein ganzer Samstag hin“, ärgerte sich Irina Schledde. Daniela Oelmann und Irina Schledde haben noch ein weiteres Problem in den Schulferien. Die beiden Frauen sind alleinerziehend und berufstätig. „Wir müssen nicht nur die zwei Wochen überbrücken, sondern auch noch den Rest der Ferien“, stellt Daniela Oelmann klar. An ihrer Schule gebe es keine OGS und deswegen hätten die Kinder der beiden Mütter auch keine Ferienbetreuung.

Stadt: Chancen für alle gleich

Samira Hadrath hingegen findet das Auswahlverfahren gut. „Aus meiner Sicht ist es eine gute Lösung, wie die Plätze in diesem Jahr vergeben werden. Die Chancen sind für alle gleich“, so die Mutter. Thomas Zimmerman von der Stadt Menden stellte klar, dass es trotz der digitalen Möglichkeit nicht so einfach sei, eine Online-Plattform für eine solche Anmeldeform einzurichten. Dafür müsse eigens eine Fremdfirma beauftragt werden. „Ich finde, so wie wird es in diesem Jahr machen, läuft es fair ab“, so Zimmermann. Zwei Stunden lang, von 15 bis 17 Uhr, bestand am Samstag die Möglichkeit zur Anmeldung.

Mitarbeiter der Stadt und des Jobcenters hatten im Vorfeld die Möglichkeit, ihre Kinder für die Betreuung anzumelden. Davon hätten sieben Kinder pro Woche gebraucht gemacht, berichtete Thomas Zimmermann. In den drei Wochen werden 80 Kinder pro Woche in der Jugendbildungsstätte Kluse betreut. Die Kosten betragen 90 Euro pro Kind und Woche und beinhalten die Betreuung, Ausflüge, Getränke und das Mittagessen.

Trotz des großen Andrangs ist in der dritten Woche der Betreuung noch Platz. Nur die ersten beiden Wochen sind komplett ausgebucht. Für diese begehrte Zeit musste die Mitarbeiter der Abteilung Jugend und Familie der Stadt Menden schon Wartelisten erstellen.

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