Für „Mendener in Not“

Corona: Stadtwerke Menden stellen digitale Spendendose auf

Alexander Nickel, Jannik-Julian Kraft und Xenia Kehnen sind bei den Stadtwerken Menden das Team hinter der Crowdfunding-Seite.

Alexander Nickel, Jannik-Julian Kraft und Xenia Kehnen sind bei den Stadtwerken Menden das Team hinter der Crowdfunding-Seite.

Foto: WP

Menden.  In 14 Tagen hat „Mendener in Not“ schon 500 Menschen mit 10.000 Euro geholfen. Es geht ums Allernötigste. Jetzt schalten sich die Stadtwerke ein.

Das Ziel ist hoch gesteckt: 10.000 Euro für den Hilfeverein „Mendener in Not“ sollen zusammenkommen, und das so rasch wie möglich. Das jüngste Projekt der Stadtwerke-Erfolgsseite „Menden Crowd“, die bisher schon für zahlreiche Hilfsorganisationen, Vereine oder auch die Feuerwehr Gelder für Projekte und Produkte erbracht hat, gilt in der Krisenzeit jetzt den bedürftigen Familien in der Stadt.

Vierstellige Summe ist schon erreicht – gebraucht wird deutlich mehr

Seit Donnerstag ist sie erst am Start, und schon ist eine vierstellige Summe erreicht. Die Besonderheit ist, dass es zwar eine Zielsumme gibt, aber anders als sonst keine Fundingschwelle. Während üblicherweise gilt, dass alles Geld an die Spender zurückfließt, wenn sie Zielmarke verpasst wird, so geht hier das Geld, das gesammelt wird, in jedem Fall an den Verein – „und das ohne Abzüge“, wie Xenia Kehnen vom Stadtwerke-Marketing verspricht. Denn der Versorger übernehme alle Kosten, die nebenher anfallen.

Des weiteren gibt es keine zeitliche Beschränkung: Das Projekt läuft „bis auf Weiteres“, und es werden Beträge in der Laufzeit in Abständen von zwei Wochen an Mendener in Not überwiesen. „Für viele ist es eine einfachere Handhabung als eine Überweisung auf ein Spendenkonto durchzuführen, außerdem kann man, wenn man möchte, ja auch in der Unterstützer-Fußzeile öffentlich als solidarische Gemeinschaft auftreten“, erklärt Xenia Kehnen.

Hintergrund der Aktion: Seit Mitte März 2020 das Sozialkaufhaus DeCent an der Fröndenberger Straße wegen der Corona-Auflagen schließen musste, hat der Verein Mendener in Not bis zum 1. April mehr als 500 Menschen mit Einkaufsgutscheinen für insgesamt knapp 10.000 Euro unterstützt. Die Tendenz ist steigend, zumal die Schließung der Kindertageseinrichtungen und Schulen anhält. Die Bedürftigen, die einen Einkaufsausweis für den DeCent-Laden haben, müssen nun im normalen Lebensmittelhandel einkaufen. Das Geld reicht vorne und hinten nicht.

Die Internet-Adresse: www.menden-crowd.de/mendenhilft.

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