Bundesentscheid

Beste Konditoreifachverkäuferin Deutschlands ist Mendenerin

Die Mendenerin Vanessa Grewe mit ihrem Chef Christoph Trippe. Die 25-Jährige hat den Bundesentscheid der Konditoreifachverkäuferinnen gewonnen.

Die Mendenerin Vanessa Grewe mit ihrem Chef Christoph Trippe. Die 25-Jährige hat den Bundesentscheid der Konditoreifachverkäuferinnen gewonnen.

Foto: Privat

Menden.  Vanessa Grewe von der Konditorei Lödige hat’s geschafft: Sie ist die beste ihres Fachs – in ganz Deutschland. Doch darauf ruht sie sich nicht aus.

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„Langsam fällt die Anspannung ab“, sagt Vanessa Grewe. Die Mendenerin hat nach dem NRW- nun auch den Bundestitel als beste Konditoreifachverkäuferin gewonnen. Das Ende der Fahnenstange soll das für die 25-Jährige aber noch lange nicht gewesen sein.

Die Aufregung, sagt Grewe, sei gerade in den Tagen vor dem Bundesentscheid groß gewesen. Noch am Tag vor der Reise nach Bielefeld seien ihr Zweifel gekommen; doch mit Unterstützung ihres Freundes und der Familie seien die Zweifel schnell zerstreut worden. Drei Tage lang standen für die Konditoren und Fachverkäuferinnen Prüfungen auf dem Programm.

Berufspraxis ist die beste Vorbereitung

Doch von erbitterter Konkurrenz sei da zunächst keine Spur gewesen. Vielmehr sind die Teilnehmer am Abend vor den Prüfungen zusammen mit der Jury noch essen gewesen. „Die Juroren haben auch nebenbei Notizen für die Siegerehrung gemacht, um zu jedem Teilnehmer etwas sagen zu können“, sagt Grewe und lacht.

Mehrere Wochen hat sich die 25-Jährige auf die Tage bei der Handwerkskammer in Bielefeld vorbereitet. Neben dem thematischen Aufbau einer Verkaufstheke stand auch ein Verkaufsgespräch auf dem Programm. „Da hilft natürlich nur die Praxis“, erklärt Vanessa Grewe. Ein Schmunzeln kann sich sich nicht verkneifen. Denn nicht nur in den Wochen vor Weihnachten sind solche Gespräche in der Mendener Traditionskonditorei Lödige für sie an der Tagesordnung.

Allerdings hätten ihr die Erfahrungen aus dem Landesentscheid vor einigen Wochen stark geholfen. Der Prüfungstag ging dann mit einem gemeinsamen Frühstück gegen kurz vor 7 Uhr los. „Da hat natürlich niemand wirklich was runter bekommen bis auf einen starken Kaffee“, sagt Grewe. Zu groß sei die Anspannung bei Konditoren und Fachverkäuferinnen gewesen. Acht Stunden volle Konzentration waren anschließend nötig. Bei der Einrichtung ihrer Verkaufstheke zum Thema „Wir lassen nicht das Gras wachsen, wir lassen unsere Torten sprechen“ holte sich die 25-Jährige ihre Inspiration aus dem Internet und ließ eigene Eindrücke mit einfließen.

Den Horizont erweitern

Am zweiten und letzten Prüfungstag stand das eher außergewöhnlich-fiktive Verkaufsgespräch an. Für einen Parteitag der Grünen sollten die Teilnehmer das Catering übernehmen. Für eine Quiche Lorraine, ein Panacotta-Dessert sowie einen Beilagensalat wurden entsprechende Getränkeempfehlungen erwartet. Mit dem Bundestitel bei den Konditoreifachverkäuferinnen hat Vanessa Grewe den sprichwörtlichen Olymp nun erklommen.

Dabei ist es nicht unwahrscheinlich, dass es nicht der letzte Titel der ehrgeizigen Mendenerin ist. Denn als angehende Konditorin ist ein ähnlicher Weg im Rahmen ihrer zweiten Ausbildung nicht ausgeschlossen. „Es ist auf jeden Fall ein ernster Wettbewerb. Man hat gemerkt, dass alle mit Leidenschaft dabei waren.“

Für Grewe ist der Bundeswettbewerb eine schöne Abwechslung zum Alltag. „Ich würde jedem, der eine Einladung von der Kammer bekommt, empfehlen, auch mitzumachen. Es erweitert ungemein den Horizont.“

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