Unfall

BMW-Fahrer flüchtete nach Unfall in Waldgebiet

Fieberhaft kümmerten sich die Rettungskräfte um die Schwer- und Leichtverletzten.

Fieberhaft kümmerten sich die Rettungskräfte um die Schwer- und Leichtverletzten.

Foto: Josef Wronski/IKZ

Grüne.  Die Ermittlungen der Polizei nach dem schrecklichen Unfall auf der Ellebrecht-Kreuzung laufen seit Dienstagmorgen auf Hochtouren weiter. „Wir führen derzeit Vernehmungen durch, um die Identität des Unfallfahrers klären zu können“, so Polizeipressesprecher Norbert Pusch, der für den Nachmittag weitere Informationen angekündigt hat.

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Am Montagabend hatte sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der Ellebrecht-Kreuzung ereignet, bei dem vier Personen - eine Familie aus Hemer mit ihren beiden Töchtern - zum Teil schwerst verletzt worden waren. Die 14-jährige Tochter, die ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben soll, schwebt weiterhin in Lebensgefahr, berichtet Polizeisprecher Norbert Pusch. Noch nicht geklärt ist, wer am Steuer des BMW X 6 gesessen und den Unfall bei der Flucht vor der Polizei verursacht hatte. Nach dem Crash war er zu Fuß geflüchtet. Bei der bis zum Morgen erfolglosen Suche nach ihm wurde auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt.

Laut Informationen der Polizei konnte unterdessen zwar der Halter des Wagens ermittelt werden. Dieser gab aber an, dass das Fahrzeug von mehreren Personen genutzt werde, wer an diesem Abend den Wagen nutzte, könne er nicht angeben.

BMW-Fahrer war nach dem Unfall in ein Waldgebiet geflüchtet

Rückblende: Bei einer routinemäßigen Polizeikontrolle wurde am Montag um 19.44 Uhr der Fahrer des BMW X 6 mit Ennepetaler Kennzeichen auf der Altenaer Straße in Fahrtrichtung Iserlohn angehalten. Beim Aushändigen des Fahrzeugscheines gab der Mann plötzlich Gas und raste davon. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf, und verloren ihn zunächst aus den Augen. Als die verfolgenden Beamten wieder Sichtkontakt hatten, mussten sie mit ansehen, wie der BMW-Fahrer trotz Rotlicht über die Ellebrecht-Kreuzung in der Grüne raste. Dabei rammte er den Dacia, in dem die Hemeraner Familie - Vater (52), Mutter (51) und ihre beiden Töchter (17 und 14) - saß und von der Autobahn kommend in Richtung Grüne unterwegs war, voll in die Beifahrerseite. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Dacia auf die Gegenfahrbahn und kippte dort um. Der BMW-Fahrer, der sich vermutlich nur leichte Blessuren zuzog, flüchtete zu Fuß in das kleine Waldgebiet an Pater und Nonne.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften (zwei RTW der Berufsfeuerwehr, RTW aus Altena und Hemer, Notärzte aus Iserlohn, Letmathe, Altena und Hemer, die Löschgruppen aus Oestrich und Letmathe und weitere Kräfte der Kreispolizeibehörde kümmerten sich um die Verletzten und die Rekonstruktion des Unfalls. Die Schwerverletzten wurden mit den Rettungstransportwagen zum Elisabeth-Krankenhaus gebracht und von dort mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen. Für die Unfallaufnahme wurde die Kreuzung weiträumig abgesperrt.

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