Corona-Impfung

Impfstoff Novavax im Kreis Wesel? Das ist der aktuelle Stand

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Mit dem neuen Impfstoff Novavax wird bald ein fünfter Impfstoff gegen das Coronavirus nach Deutschland geliefert.

Mit dem neuen Impfstoff Novavax wird bald ein fünfter Impfstoff gegen das Coronavirus nach Deutschland geliefert.

Foto: Alastair Grant / dpa

Kreis Wesel.  An Novavax werden große Erwartungen geknüpft. Dr. Purrmann (KVNO) kann Skepsis gegenüber bisherigen Impfstoffen nicht nachvollziehen.

Im vergangenen Dezember ist mit Novavax der fünfte Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen worden. Er soll in den kommenden Wochen auch nach Deutschland ausgeliefert und danach an die Länder verteilt werden. Während etwa die Stadt Duisburg bereits Bestellwünsche an das Land gerichtet hat, ist im Kreis Wesel noch unklar, wann der Impfstoff angeboten werden kann.

Zur Frage, ob auch hier geplant sei, den Impfstoff zu bestellen und einzusetzen, weist der Kreis darauf hin, dass die kreisfreien Städte und Kreise diesbezüglich nicht eigenständig entscheiden. Der Einsatz der verschiedenen Impfstoffe erfolge auf Grundlage von Erlassen des Landes NRW. „Den unteren Gesundheitsbehörden in NRW liegen noch keinerlei Informationen über den Zeitpunkt und die Form des Einsatzes des Novavax-Impfstoffes vor“, heißt es aus der Pressestelle.

Stellvertretender KVNO-Vorsitzender im Kreis: „mRNA-Impfstoffe sind die besten“

Novavax ist ein Proteinimpfstoff und wird - allerdings nicht ganz korrekt - auch als Totimpfstoff bezeichnet. Das angewandte Verfahren ist bekannt, es wird etwa bei Vakzinen gegen Hepatitis B und Keuchhusten genutzt. Deswegen sind an Novavax einige Erwartungen geknüpft. „Von ärztlicher Seite ist zu hoffen, dass das einen Schub gibt“, sagt Dr. Jochen-Walter Purrmann aus Moers, Internist und stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) im Kreis Wesel. Möglicherweise ließen sich diejenigen überzeugen, die ernsthafte Bedenken wegen der Nebenwirkungen haben. Weder die Kreisverwaltung noch den KVNO-Vorsitzenden haben bislang aber vermehrt Nachfragen bezüglich Novavax erreicht.

Die Skepsis gegenüber den bisher eingesetzten Impfstoffen kann Dr. Purrmann nicht nachvollziehen. „Aus meiner Sicht sind die mRNA-Impfstoffe die besten.“ Zumal noch nicht klar ist, wie gut Novavax vor der Omikron-Variante schützt. Die Zulassungsstudien seien vor der Omikron-Variante erfolgt, so Dr. Purrmann. Er weist auch darauf hin, dass Biontech aktuell an einem Impfstoff arbeite, der besser auf die neue Variante eingestellt sei. Bei Novavax sollen zwei Dosen im Abstand von drei Wochen gespritzt werden.

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