E-Mobilität

Neue Ladesäulen in Lennestadt: Rückenwind für E-Mobilität

Die Stadt Lennestadt hat jetzt elf öffentliche E-Ladesäulen in ihrem Stadtgebiet. Vertreter der Stadt, der Bigge Energie und der Firma Mennekes schauen sich die Ladepraxis am Altenhundemer Bahnhof an. Ab sofort wird an allen Säulen der Bigge Energie im Kreisgebiet auch kassiert.

Die Stadt Lennestadt hat jetzt elf öffentliche E-Ladesäulen in ihrem Stadtgebiet. Vertreter der Stadt, der Bigge Energie und der Firma Mennekes schauen sich die Ladepraxis am Altenhundemer Bahnhof an. Ab sofort wird an allen Säulen der Bigge Energie im Kreisgebiet auch kassiert.

Foto: Foto: Josef Schmidt / WP

Lennestadt.  Zehn neue öffentliche Ladesäulen, eine gab es schon, kann die Stadt Lennestadt gemeinsam mit der Bigge Energie vorweisen.

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Wohl ein Zufall, aber doch irgendwie passend: Während Global Player und Tesla-Schöpfer Elon Musk (USA) ankündigt, in Deutschland groß in die Elektro-Mobilität zu investieren, darf man im kleinen Lennestadt zumindest einen kleinen Beitrag für die Branche leisten: Beigeordneter Karsten Schürheck hatte für gestern ins Rathaus eingeladen, um Vollzug zu melden: „Wir können den Fahrern von Elektroautos jetzt zehn neue öffentliche Ladesäulen in unserem Stadtgebiet anbieten“, freute er sich im Beisein des städtischen Klima-Managers Martin Rabe und Martina Hundt (Bauamt) sowie der Vertreter der Bigge Energie, Roland Schwarzkopf und Armin Fahrenkrog und Florian Kasten von der Firma Mennekes, die die Ladesäulen herstellt.

Bigge Energie termintreu

Aber nicht nur die zehn öffentlichen E-Ladesäulen in Lennestadt sind neu, eine weitere gibt es bereits an der Brücke (Imbiss) in Meggen, auch der Startschuss für das Abrechnungssystem der Bigge Energie fiel: „Ab heute müssen die E-Mobilfahrer an unseren Säulen im gesamten Kreisgebiet auch zahlen“, bestätigte Armin Fahrenkrog (Bigge Energie). Das hatte die Bigge Energie bereits vor einigen Wochen angekündigt (wir berichteten). Der damals genannte Termin konnte somit eingehalten werden. Während Karsten Schürheck darauf verwies, dass das Ladesäulen-Projekt zur Klimaschutz-Strategie der Stadt gehöre, informierten Armin Fahrenkrog und Roland Schwarzkopf (Bigge Energie) über die Kosten, die die E-Mobil-Fahrer künftig zahlen müssten: „Die sogenannten Adhoc-Tanker zahlen 39 Cent für die Kilowattstunde, plus 50 Cent für jeden Ladevorgang, wer einen Vertrag mit uns schließt, kommt günstiger weg, mit 35 Cent pro Kilowattstunde.“

Klimamanager Martin Rabe rechnete aus: „Eine Tankfüllung für den Renault Zoe mit der 41 kWh-Batterie ist also für etwa 15 Euro zu haben.“

Die Reichweite, da sind sich alle Experten einig, hängt stark vom Fahrverhalten und den äußeren Bedingungen ab. Bei vorsichtiger Fahrweise sind rund 300 Kilometer realistisch. Bei Minusgraden (Heizungsbetrieb) und Gasfuß aber auch deutlich weniger als 200 Kilometer.

Um leidige Fremdparker, also Benzin- und Dieselfahrer auf Parkplätzen für E-Mobilität, abzuschrecken, haben Stadt und Bigge Energie eine eigentlich unübersehbare Beschilderung angebracht. Auch auf dem Boden vor oder neben den Säulen zeigt ein großes Piktogramm : Hier nur für E-Mobilfahrer.

Bigge Energie-Geschäftsführer Roland Schwarzkopf wies noch einmal daraufhin, dass die öffentlichen Ladesäulen eigentlich nur für das Zwischendurch-Laden“ beim Einkaufen oder dem Arztbesuch gedacht seien: „Vollgetankt wird in der Regel in der eigenen Garage.“

Parkplätze nur fürs Laden

Mit den elf Säulen, so Schürheck, werde es die Stadt Lennestadt zunächst einmal bewenden lassen, weitere Ladesäulen seien nicht geplant. Einen wichtigen Hinweis fügte Schürheck noch in Sachen „Parkdauer“ hinzu: „Für die maximale Ladezeit von zwei Stunden ist das Parken frei.“ Danach müsse gezahlt werden, sonst drohe das Knöllchen.

Roland Schwarzkopf und Armin Fahrenkrog appellierten aber an die Fairness der Autofahrer, die Säulen über die maximale Ladezeit von zwei Stunden nicht zu blockieren.

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