Kreativmarkt

Wendener Rathaus auf drei Etagen voller Kreativität

Ilka Siebel ist seit elf Jahren selbstständig und fertigt Accessoires aus Filz an. Zum zweiten Mal war sie als Ausstellerin beim Kreativmarkt im Wendener Rathaus dabei.

Ilka Siebel ist seit elf Jahren selbstständig und fertigt Accessoires aus Filz an. Zum zweiten Mal war sie als Ausstellerin beim Kreativmarkt im Wendener Rathaus dabei.

Foto: Lea Lütticke / WP

Wenden.  Zum 19. Mal präsentierten 33 Aussteller in Wenden ihre Handarbeiten, Strickwaren, Schnitzereien,selbsthergestellten Kerzen und Dekoartikel.

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Der erste Blick in die Räumlichkeiten des Wendener Rathauses bewies, wie besonders und vielfältig künstlerische Hobbys sein können. Wo normalerweise die Köpfe wegen grauer Anträge und Akten qualmen, rauchten sie am vergangenen Wochenende nur vor Kreativität. Der Kreativmarkt Wenden lockte auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher an.

Zum 19. Mal präsentierten 33 Aussteller ihre Handarbeiten, Strickwaren, Schnitzereien, Bekleidung, selbsthergestellten Kerzen und Dekoartikel. Auf drei Etagen wechselte auch schon das ein oder andere Geschenk für Weihnachten den Besitzer. Neben dem Verkauf stand jedoch vor allem der Spaß am Hobby im Vordergrund: „Wenn man den Arbeitsaufwand berechnen würde, wären meine Sachen unbezahlbar“, sagt Barbara Klur.

Mit ihren handgestrickten Mützen, Schals, Kissen und Pullovern, ist sie bereits seit 19 Jahren Ausstellerin des Marktes. Erstmals fand in diesem Jahr an den Eingängen des Rathauses und den geöffneten Geschäften in Wenden eine Besucherzählung statt. „In den letzten Jahren lag der Besucheranteil in den Geschäften immer zwischen 20 und 30 Prozent“, sagte Gleichstellungsbeauftragte Angelika Günther. Möglicherweise werde der Bereich der offenen Geschäfte im nächsten Jahr auf 200 Meter rund um das Veranstaltungsgelände begrenzt.

Positive Resonanz

Positive Resonanz zeigte jedoch bereits die Zählung: „Wir rechnen insgesamt mit rund 1000 Besuchern, am Samstag konnten wir bereits 513 verzeichnen. Das ist schon unerwartet viel!“ Nicht verwunderlich bei der bunten Pracht und Auswahl verschiedenster Werke.

„Die Verkäufer passen sich außerdem den verschiedensten Dekorations- und Farbtrends an“, erklärte Angelika Günther. „Viele kommen seit Jahren, ich bin immer wieder überrascht welche neuen Ideen sie mitbringen“.

So auch Ilka Siebel, bereits seit elf Jahren ist sie selbstständig und fertigt Accessoires aus Filz an. „Es ist eine sehr arbeitsintensive Aufgabe, aber ich mache es gerne“, sagt Sie. Bereits zum zweiten Mal ist sie Teilnehmerin des Wendender Kreativmarkts.

Zwischen den vielen verschiedenen Handarbeiten ist der Stand von Michaele Grimm zu finden. „Sie ist unsere Kräuterhexe“, sagt Angelika Günther. „Vor vier Jahren habe ich sie drauf angesprochen, ob sie Lust hat, ihre Liköre und Gelees auf dem Kreativmarkt zu verkaufen, seitdem ist sie uns treu geblieben“. Vor zehn Jahren begann die Wendenerin aus Gartenkräutern und Früchten von Wald und Wiesen ihre Produkte herzustellen. „Erst nur als Geschenke für Freunde und dann hat es sich so entwickelt“, sagte sie lächelnd, „Inzwischen stelle ich auch eigenen Senf her“. Der Kreativmarkt hat sich fest etabliert: „Jedes Jahr habe ich meine Stammkundschaft“.

20. Markt im nächsten Jahr

Abgerundet wurde der Markt von einem Café mit Kaffee, Waffeln und Kuchen. In der Kinder-Kreativ-Ecke unter Leitung von Petra Alterauge, Andrea Schollemann und Ulrich Kechel bestand die Möglichkeit für die Kleinen, kreativ zu werden. Geister, Skelette oder Handabdruck-Fische - mit Wattestäbchen - alle kleinen Künstler arbeiteten konzentriert an ihren Werken. Zudem kündigte sich Clown Balloni an, der aus Luftballons Figuren modellierte.

Im kommenden Jahr feiert der Markt sein 20. Jubiläum. Angelika Günther hat bereits Ideen, das Wochenende noch besonderer zu machen: „Ich könnte mir vorstellen, dass wir eine Liveband engagieren, noch einige weitere Aktionen für Kinder anbieten können und vielleicht auch weitere, für uns, fremde Kulturen mit einbringen“.

Doch das alles würde nicht ohne die Unterstützung fleißiger Helfer funktionieren. „Viele Mitarbeiter aus dem Haus und der Hausmeister Andreas Brüser stellen sich jedes Jahr zur Verfügung. Ich bin ihnen sehr dankbar“.

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