Kurzschluss

Stromausfall für 2000 Bürger und Krankenhaus in Lennestadt

Der Stromerzeuger von Westnetz, montiert auf einem Lkw, sichert während der Reparaturarbeiten die Stromversorgung des St. Josefs-Hospitals ab. 

Der Stromerzeuger von Westnetz, montiert auf einem Lkw, sichert während der Reparaturarbeiten die Stromversorgung des St. Josefs-Hospitals ab. 

Foto: Volker Eberts

Altenhundem.  Ein Kurzschluss im Trafo des Krankenhauses in Lennestadt legte am frühen Donnerstagmorgen die Stromversorgung in sechs Straßen lahm.

Einen nicht alltäglichen Stromausfall gab es in der Nacht zum Donnerstag in Lennestadt-Altenhundem. Ca. 2000 Einwohner waren für etwa 90 Minuten ohne Strom. Auch das St. Josefs-Hospital war betroffen, doch hier sprang planmäßig die hauseigene Notstromversorgung an, so dass keine Gefahr für die Patientenversorgung bestand.

Kurzschluss im Trafo des Krankenhaus

Ursache war ein Kurzschluss in der Trafostation des St. Josefs-Hospitals, ausgelöst durch ein Kleintier, vermutlich eine Maus. Das Kleintier hatte war in das Trafohaus an der Uferstraße, gegenüber dem Krankenhausgebäude, eingedrungen und war zwischen zwei Stromschienen hin und her gesprungen. Dadurch war um 4.05 ein Kurzschluss in der Trafostation, die dem Krankenhaus gehört, ausgelöst worden. „Das kann passieren, die meisten Kabel sind isoliert, aber es gibt auch blanke Teile“, so Christoph Brombach, Sprecher des Verteilnetzbetreibers Westnetz.

Notstrom aus Dieselaggregat

Während im Krankenhaus das Dieselnotstromaggregat ansprang und sofort für Strom sorgte, gingen durch den Kurzschluss in sechs Straßen in Altenhundem die Lichter aus. Die Westnetz-Schaltzentrale in Wesseling alarmierte den Bereitschaftsdienst in Meggen, der die Kabelstrecken überprüfte. Als der Fehler lokalisiert war, insgesamt waren 14 Trafostationen von Westnetz betroffen, wurde der Strom umgeschaltet, so dass um 5.29 Uhr in den betroffenen Straßen die Lichter wieder angingen.

Klinik im „Inselbetrieb“

Das Krankenhaus selber wurde im „Inselbetrieb“ planmäßig durch das eigene Stromaggregat versorgt. Das bedeutet, alle lebensnotwendigen Einrichtungen wie Operationsräume, Intensivräume, Röntgenabteilung, Brandmeldeanlagen, Telefonanlagen, Notrufe, etc. wurden während des Stromausfalls weiter mit ausreichend Strom versorgt. Nur verzichtbare Stromquellen wie Fernseher, Büroräume, etc. blieben ohne Notstromversorgung. Martin Schäfer, technischer Leiter des Krankenhaus: „Das hat alles gut geklappt. Wir sind nach unserem Stromausfallkonzept vorgegangen. OPs wurden verschoben und es konnten keine chirurgischen Notfälle eingeliefert werden. Aber es hat keinerlei Auswirkungen auf den Krankenhausbetrieb gegeben.“

Seit 11 Uhr wieder am Netz

Um 7 Uhr wurde der Fehler festgestellt. „Wir haben dann dem Hospital ab 8.30 Uhr zusätzlich unseren eigenen Stromerzeuger zur Verfügung gestellt“, so Brombach. Dadurch konnten um 9 Uhr alle Bereiche der Klinik wieder mit Strom versorgt werden. Die Fachleute von Westnetz haben dann im Auftrag der Klinik den Schaden im Trafohaus repariert. „Es war einiges an Messwandlern ausgefallen und kaputt gegangen“, so der Westnetz-Sprecher. Gegen 11 Uhr war der Schaden komplett behoben, die externe Stromversorgung der Klinik konnte abgeschaltet werden und die Klinik ist seitdem wieder am Netz.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben