Leuchtturmprojekt

Spatenstich für neuen Heimatspielplatz in Olpe

Erster Spatenstich für den Heimatspielplatz an der Eichhardt. Mit dabei Gartenbau „Florian Wissner – Grüne Freiräume“ aus Drolshagen, das Unternehmen „Hasendorf Spielgerätebau GmbH“ aus Hövelhof, der Erste Beigeordnete der Stadt Olpe Thomas Bär, und die Vereinsvorsitzende Claudia Dietzmann (von links).

Erster Spatenstich für den Heimatspielplatz an der Eichhardt. Mit dabei Gartenbau „Florian Wissner – Grüne Freiräume“ aus Drolshagen, das Unternehmen „Hasendorf Spielgerätebau GmbH“ aus Hövelhof, der Erste Beigeordnete der Stadt Olpe Thomas Bär, und die Vereinsvorsitzende Claudia Dietzmann (von links).

Foto: Birgit Engel

Olpe.  Nach dem Spatenstich für den Heimatspielplatz an der Eichhardt in Olpe soll das Projekt bereits in wenigen Wochen bespielbar sein.

Es war ein spannender Tag für die Kinder von der Eichhardt. Am Freitagmorgen nämlich rollte der erste Bagger an und bewegte bereits eine Menge Erde, um den Spielplatz am Kiefernweg/Eschenweg in einen Heimatspielplatz zu verwandeln. „Es ist schon erstaunlich, was in nur ein paar Stunden schon alles passiert ist“, beobachtete Claudia Dietzmann, Vorsitzende der Elterninitiative „HeimatflOEhe“, am Nachmittag zum offiziellen ersten Spatenstich. „Wir freuen uns. So etwas gibt es nicht alle Tage“ sagte Thomas Bär, Erster Beigeordneter der Stadt Olpe. „Wir stellen das Grundstück und bekommen so einen Spielplatz. Und dazu noch in so einem Tempo.“

Initiative von Eltern

Fürwahr ist der Zeitrahmen, in dem die Elterninitiative das Projekt in die Wege geleitet und zur Umsetzung gebracht hat, beachtlich. Im April 2018 wurden in einem Zusammenschluss von 23 Familien im Einzugsgebiet des Spielplatzes erste Ideen zu dessen Attraktivitätssteigerung gesammelt, im August 2018 folgte die Vereinsgründung. Nach Konzeptentwicklung, Kalkulation, Antragsstellung bei der Stadt sowie bei der Bezirksregierung für das Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“ - eines der fünf Elemente des Landesförderprogramms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“ –, wurden dann Anfang dieses Jahres die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn sowie der Förderbescheid erteilt.

237.403 Euro für die neue Spiellandschaft

Im März überbrachte NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach persönlich die Zusage in Höhe von 237.403 Euro für die neue Spiel- und Bildungslandschaft, die als Begegnungs- und Kommunikationsfläche ein besonderer Heimatort im Kreis Olpe und attraktiver sozialer Treffpunkt sein soll. Allein im Umkreis von 250 Metern leben über einhundert Kinder und sind zwei Kindertageseinrichtungen - die KiTS Kunterbunt und die KiTS Kleine Strolche – angesiedelt. Bereits im November – und bei der Rasanz, die bisher an den Tag gelegt wurde, kann man das wohl glauben - soll der Spielplatz fertig sein. Bis auf den Rasen, denn damit wird man wahrscheinlich bis zum Frühjahr warten müssen. „Die Einweihungsfeier findet voraussichtlich im April statt“, sagte Claudia Dietzmann. „Dennoch soll der Spielplatz im Winter geöffnet und zumindest die Schlittenwiese für die Kinder zugänglich sein.“

Heimatorte aus dem Kreis integriert

Insgesamt wird die 1.500 Quadratmeter große Anlage nach Plan 263.000 Euro kosten, wobei die Spieleinheiten mit rund 130.000 Euro den Löwenanteil verbuchen. Das Besondere daran: aus jeder Kommune im Kreis Olpe greifen sie mindestens einen besonderen identitätsstiftenden „Heimatort“ auf. Um diese zu eruieren, hat man sich im Vorfeld nicht nur untereinander und mit den Kindern zusammengesetzt, sondern auch mit dem Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, dem Kreisheimatbund und dem Heimatverein Olpe. Für die Kreisstadt gibt es beispielsweise den Ümmerich – und ehrlich, was hätte passender sein können -, für Attendorn die Attahöhle, für Drolshagen den Schlüsenpfad, für Wenden steht die Wendener Hütte. Und dann sind da noch die Burg Bilstein, der Panoramapark, der Sauerland Höhenflug, der Biggesee, der Naturpark Sauerland-Rothaargebirge und natürlich das Skigebiet Fahlenscheid, das es mit der Schlittenwiese ja eigentlich schon immer auf dem Spielplatz gegeben hat.

Nachahmer in Startlöchern

Die jeweiligen Sehenswürdigkeiten werden mit Hinweisschildern versehen und dazu gibt es ein fest installiertes Buch mit Kontaktdaten und weiterführenden Informationen zu allen auf der Spiel- und Bildungslandschaft dargestellten Orten und Bauwerken. Man darf also gespannt sein auf den neuen Heimatspielplatz an der Eichhardt. Dabei ist er nicht nur ein Leuchtturmprojekt im hiesigen Kreis, sondern weit darüber hinaus. Am Niederrhein nämlich ist man schon auf das Projekt aufmerksam geworden. „Neuss soll sich beim Spiel-Angebot ein Beispiel an der Stadt Olpe nehmen. Das Ziel: ein Platz, an dem die Kinder spielen, aber gleichzeitig etwas über ihre Heimat lernen können“, fordert die dortige CDU einen solchen Heimatspielplatz wie in Olpe.

Spenden sind willkommen

Um den Eigenanteil in Höhe von rund 26.000 Euro aufzubringen, ist die Elterninitiative auf Spenden angewiesen. Auch kleine Spendenbeträge helfen bei Umsetzung des Projekts. Die Bankverbindung des Verein Elterninitiative HeimatflOEhe e.V. lautet: Sparkasse Olpe Drolshagen Wenden, IBAN: DE 96 462 500 49000 5037312; Volksbank OWD, IBAN: DE 56 4626 1822 0096 5515 00.

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