Fußgängerbrücke

Rampe und Aufzüge fehlen noch

An beiden Enden der Fußgängerbrücke über L 539 n und die Bahnanlagen in Finnentrop fehlen noch Bauten. Im Westen eine Rampe und im Osten ein Aufzug.

Foto: Peter Plugge

An beiden Enden der Fußgängerbrücke über L 539 n und die Bahnanlagen in Finnentrop fehlen noch Bauten. Im Westen eine Rampe und im Osten ein Aufzug. Foto: Peter Plugge

Finnentrop.   Bis April soll die neue Fußgängerbrücke in Finnentrop endlich komplett fertig sein.

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Innerhalb der langjährigen Planungen und Arbeiten zur Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs in Finnentrop nahm die neue Brücke, die Fußgänger und Radfahrer von der Lenneseite mit dem Park + Ride-Parkplatz über die L 539 n und die Bahnanlagen zum Zentralen Omnibusbahnhof beziehungsweise zu den Bahnsteigen bringen soll, eine Sonderstellung ein.

Und das tut sie immer noch, obwohl oder gerade weil sie längst fertig gestellt sein sollte.

Lenne-Balkon kommt

Doch das vereinbarte Zusammenspiel von Straßen NRW als Bauherr, der Deutschen Bahn, die sich im Rahmen ihrer „Modernisierungsoffensive (MOF) 2“ für Bahnhöfe einbringt, sowie der Gemeinde Finnentrop, die im Rahmen des Regionale-Projekts Lennepark eine Rampe für Behinderte und Radfahrer beiträgt, hat von Anfang an nicht richtig funktioniert. Abstimmungsprobleme verzögerten den Bau und die Fertigstellung. Die war für Ende 2016 terminiert, doch hat es wieder einmal nicht geklappt. Noch fehlen die beiden Aufzüge auf der einen und die Rampe zur behindertengerechten und für Radfahrer geeigneten Anbindung der Fußgängerbrücke auf der anderen Seite.

Bei der Gemeinde Finnentrop, die die circa 60 Meter lange, noch fehlende Rampe beisteuert, ist Beigeordneter Aloys Weber optimistisch, dass das bald klappt. Und als „Schmankerl“ wird es auch den sogenannten „Lenne-Balkon“, eine Verlängerung der Fußgängerbrücke zum Flusslauf, geben.

Die Deutsche Bahn baut im Rahmen der Modernisierungsoffensive 2 (MOF 2) gerade die restlichen Bahnsteige um und erschließt sie mit einem Aufzug, dessen gläserner Turm steht. Allerdings noch ohne Technik. Sie hat sinnvollerweise auch den Bau des zweiten Aufzugs auf dem Bahnhofsvorplatz übernommen, den eigentlich Straßen NRW als Bauherr der Brücke hätte bauen müssen.

Ende erstes Quartal angepeilt

Dort ist folgende Zeitschiene bekannt: „Die Montagen beginnen im Februar. Danach folgt eine vier bis sechswöchige Abnahme mit TÜV-Überprüfung für Fahrstuhl und Notruf, so dass mit einer Fertigstellung der Aufzuganlagen im April zu rechnen ist“, schrieb Ludger Siebert, Leiter der Regionalniederlassung Südwestfalen von Straßen.NRW auf Anfrage. Die Deutsche Bahn antwortete bisher nicht. Auf einer Internetseite ist aber bezüglich der Umbauarbeiten am Bahnhof Finnentrop nachzulesen, dass diese „voraussichtlich Ende des 1. Quartals 2017 abgeschlossen“ werden.

Parternschaft bleibt bestehen

Ludger Siebert weist weiter darauf hin, dass Straßen.NRW für seinen Part das Ziel „Fertigstellung in 2016“ geschafft habe und „unter größten Anstrengungen die divergierenden Projektabwicklungen der verschiedenen Beteiligten durch intensive Abstimmungsprozesse versucht hat, zusammen zu halten“.

Und dieses Zusammenspiel bleibt auch zukünftig erhalten. Denn die Brücke selbst bleibt in Regie des Landesbetriebs, wobei die Gemeinde Finnentrop gegen eine Erstattung die laufende Verkehrssicherungspflicht übernimmt, so Beigeordneter Weber.

Die Bahn bleibt ihrerseits für die Treppenabgänge zu den Bahnsteigen und die Sicherheit der Aufzüge, Stichworte Notruf/Entfluchtungskonzept, verantwortlich.

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