Oldtimerrallye

Oldtimerrallye: Die Sauerland Klassik 2019 setzt Maßstäbe

Mr. Tagesschau Jan Hofer startet in einem roten Jaguar E aus dem Jahr 1961, den Jaguar / Land Rover Deutschland mit nach Attendorn bringt. Privat fährt er einen Mercedes 220 S, Baujahr 1958.

Mr. Tagesschau Jan Hofer startet in einem roten Jaguar E aus dem Jahr 1961, den Jaguar / Land Rover Deutschland mit nach Attendorn bringt. Privat fährt er einen Mercedes 220 S, Baujahr 1958.

Foto: Lena Willgalis / WP

Attendorn.  Ein Dutzend Vorkriegsautos, extrem seltene Prototypen und viele Old- und Youngtimer werden das Sauerland vom 2. bis 5. Oktober 2019 erkunden.

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Die Starterliste der dritten Sauerland Klassik, die in dieser Woche veröffentlicht wurde, ist ein grandioses Abbild der Automobilgeschichte. Ein Dutzend Vorkriegsautos, extrem seltene Prototypen und viele weitere toll erhaltene Old- und Youngtimer bis Baujahr 1995 werden das Sauerland rund um den Start- und Zielort Attendorn vom 2. bis 5. Oktober 2019 erkunden.

Wenn man sich eine Mischung für ein Starterfeld bei einer Oldtimerrallye wünschen könnte, würde es wahrscheinlich so oder so ähnlich aussehen, wie das der Sauerland Klassik 2019. Und das nicht nur die Vielfalt der Fahrzeuge betreffend, sondern auch die Anzahl. Denn: Die 3. Ausgabe der Sauerland Klassik ist absolut ausgebucht. 134 historische Automobile von 41 verschiedenen Marken gehen am verlängerten Wochenende rund um den 3. Oktober, den Tag der Deutschen Einheit, an den Start.

„Wir sind natürlich sehr glücklich darüber, dass wir erneut ein volles Haus haben“, freut sich Rallyeleiter Peter Göbel. „Es zeigt, dass die Veranstaltung bei den letzten Ausgaben gut angekommen ist und einen guten Ruf genießt. Denn einerseits dürfen wir zahlreiche ‚Wiederholungstäter‘ begrüßen und andererseits viele Neulinge, die sich auf Empfehlung von Teilnehmern der Vorjahre angemeldet haben.“

Hinnerk Schönemann

Als erster prominenter Starter wird Schauspieler Hinnerk Schönemann mit der Startnummer 7 durch den Startbogen rollen. Schönemann ist den meisten bekannt als Kriminalhauptkommissars Jürgen Simmel an der Seite von Mariele Millowitsch für die ZDF-Serie „Marie Brand“ oder als Tierarzt Hauke Jakobs in der ZDF-Serie „Nord bei Nordwest“. Er erkundet das Sauerland mit seiner Partnerin Lena Mundt auf dem Beifahrersitz. Erkunden ist in diesem Fall das richtige Wort, denn das Land der tausend Berge ist für ihn noch terra incognita. Von Olpe hat er gelesen, aber nur auf den Autobahnschildern. Zur Oldtimerei ist Hinnerk Schönemann durch seine DNA gekommen: „Väterlicherseits sind wir alle total autoverrückt, wirklich total!“ Er und seine Frau bilden das Team GorillaFilm und fahren den Lancia Fulvia „Safari“ von Peter Göbel, der davor Massimo Biasion (zweifacher Rallyeweltmeister und Monte-Carl-Sieger) gehört hat.

Jan Hofer

Mit der Startnummer 14 folgt kurz darauf Tageschau-Sprecher Jan Hofer in einem wunderschönen Jaguar E-Type aus dem Jahr 1961. Mr. Tagesschau hat eine besondere Affinität zu allem, was noch ohne Computer und Handy erschaffen worden ist: „Schon immer“, schreibt Hofer auf seiner Homepage, „war ich fasziniert von den unglaublichen Leistungen der Künstler, Ingenieure und Handwerker längst vergangener Jahrhunderte. Ich frage mich, wie sie es geschafft haben, Meisterleistungen zustande zu bringen, die uns heute nach wie vor beeindrucken.“ Und eben diese Affinität lässt ihn auch von alten Autos schwärmen: „Für mich sind sie keine Museumsstücke, sondern liebgewordene Begleiter zu besonderen Anlässen. Dann werden sie auch gefahren.“

Urban Priol

Dritter in der Reihe der Prominenten ist Kabarettist Urban Priol (Startnummer 21), ohne den eine Sauerland Klassik eigentlich schon gar nicht mehr vorstellbar ist. Priol war 2015 bei der Premiere mit einem Ford Lotus Cortina am Start. Das Auto hat er im Anschluss zugunsten der Attendorner Hilfsorganisation Kinder im Aufwind verlost. Vor zwei Jahren ist er dann mit Kabarett-Kollegen Jochen Malmsheimer in einem Land Rover Serie I am Start gewesen und in diesem Jahr setzt er seiner Vorliebe für Exoten die Krone auf: Er fährt einen Citroën M35 (Baujahr 1970), ein Auto mit Wankelmotor. Der Wagen wurde in der Citroën eigenen Logik gebaut, an Händler ausgeliefert, dann wieder zurückgezogen und verschrottet. Hier und da hatten Händler das Auto aber nicht wieder rausgerückt, und so überlebten ein paar Exemplare.

Matthias Kahle

Ebenfalls zum dritten Mal am Start ist der siebenfache Deutsche Rallyemeister Matthias Kahle (Startnummer 28), der sich für den Donnerstag einen überaus ortskundigen Beifahrer gesichert hat. Das Roadbook im Kahle-Alfa Romeo liest Landrat Frank Beckehoff.

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