Konzert

Musikzug Wenden: Klingender Europatrip mit Bewirtung

Mit großem Einsatz probt das Jugendorchester des Musikzugs Wenden für das Konzert und hatte bei den Proben viel Spaß, das Konzertmotto "Ganz Europa an einem Tisch", nachzustellen.

Mit großem Einsatz probt das Jugendorchester des Musikzugs Wenden für das Konzert und hatte bei den Proben viel Spaß, das Konzertmotto "Ganz Europa an einem Tisch", nachzustellen.

Foto: Privat

Wenden.  Der Musikzug Wenden geht bei seinem Jahreskonzert neue Wege. Vereine und Gruppen können Tische buchen.

Der Musikzug Wenden der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Wenden lädt für Samstag, 14. März, um 19.30 Uhr zu einem etwas anderen Jahreskonzert ein. Die Idee entstand aus dem in vielen Monaten erarbeiteten Konzertprogramm und bildet das Motto des Konzerts: „Ganz Europa an einem Tisch“.

Die klassische Konzertbestuhlung weicht Sitzplätzen mit Tischen und Dekoration. „Wir möchten neue Wege einschlagen. Unser Konzert soll für unsere Besucher ein genussvolles Hörerlebnis in gemütlicher Atmosphäre werden“, sagt Jennifer Voß, 2. Vorsitzende. „Und damit Familie, Freunde, Vereine und Gruppen zusammensitzen, kann vorher ein Tisch reserviert werden“.

Kleine Köstlichkeiten

Dazu gibt es vor und nach dem Konzert sowie in der Pause Getränke und kleine Köstlichkeiten. Das Jugendorchester des Musikzuges unter der Leitung von Angelika Breidebach eröffnet das Konzert in der Aula der Gesamtschule Wenden mit dem Soundtrack von „Game of Thrones“. Die jungen Musiker zwischen zehn und siebzehn Jahren freuen sich dann ihr Können mit Melodien aus dem „Phantom der Oper“ unter Beweis stellen zu können.

Mit der Europa-Hymne, aus dem letzten Satz der 9. Sinfonie von Ludwig von Beethoven, feiert der Musikzug nicht nur das Beethoven-Jahr, sondern gestaltet seinen Konzertbeginn besonders stimmungsvoll. „Nachdem wir bei der Wendener Kirmes mit der ungarischen Nationalhymne die Gäste aus Lepsény emotional sehr berührt haben, möchten wir auch unser Konzert mit einer Hymne eröffnen“, so Matthias Bongers, 1. Vorsitzender.

Klingende Landschaften

Verschiedene musikalische Stilrichtungen, europäische Musikkomponisten und durch Musik gemalte europäische Landschaften prägen das Konzertprogramm. Von Nord nach Süd, von Ost nach West nimmt der Musikzug das Publikum mit auf eine Europareise. „Aurora Borealis“ von Rossano Galante beschreibt die glitzernden Nordlichter am Polarkreis, dem nördlichsten Punkt Europas. Ein üppiges Hauptthema wandelt sich wie die sich ändernden Lichter als Tongemälde hin zu einem lyrischen Thema mit einem fulminanten Abschluss. Danach geht es nach Spanien mit einem Paso Doble und mit einen slawischen Marsch in die Ukraine.

Den Abschluss der ersten Teils bildet die Suite „Tirol 1809“ in drei Sätzen. Sie beschreibt den Tiroler Volksaufstand von 1809 und gilt als ein Markstein im Bereich der Originalblasmusikliteratur. Der Komponist Sepp Tanzer erhielt bei einem Wettbewerb für die Komposition den ersten Preis.

Nach der Pause nach Paris

Nach der Pause entführt der Musikzug die Zuhörer nach Paris. Die französischen Chansons verzaubern den Konzertsaal und lassen die Atmosphäre von Montmartre einziehen. Dazu kommt ein für die Blasmusik ungewöhnliches Instrument zum Einsatz.

In keinem Konzertprogramm mit Dirigent Ewald Metzger darf eine böhmische Polka fehlen. „Für die Egerländer Musik schlägt mein Herz. Da fühle ich mich besonders zu Hause“, so Metzger. Und der Musikzug kann noch mehr. So vielfältig wie Europa mit allen seinen unterschiedlichen Landstrichen, Kulturen, Traditionen und musikalischen Besonderheiten bringen die Musikerinnen und Musiker weitere Genres wie Musical, Rock und Pop auf die Bühne. Mit „Wind of Change“ von den Scorpions, das 1989 zum Synonym für den Fall der Mauer und das Ende des Kalten Kriegs in Europa wurde, intoniert der Musikzug einen Meilenstein in der Geschichte Europas.

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