Alpaka-Farm

Lennestadt: Auf der Laki-Ranch gibt Lama Coco das Tempo vor

Karin und Stefan Simon betreiben die Laki-Ranch in Lennestadt. Das braune Lama Coco und das graue Alpaka Elvis gehen gerne mit Besuchern auf eine Wanderung. 

Karin und Stefan Simon betreiben die Laki-Ranch in Lennestadt. Das braune Lama Coco und das graue Alpaka Elvis gehen gerne mit Besuchern auf eine Wanderung. 

Foto: Sophie Beckmann

Lennestadt-Kickenbach.  Stefan und Karin Simon betreiben die Laki-Ranch in Lennestadt. Sie bieten Wanderungen und Fotoshootings an. Mehr als 30 flauschige Vierbeiner.

Karin Simon läuft mit einem Eimer voll Futter auf die Wiese. Als sie zurückkommt, hat sie zwei flauschige Vierbeiner an der Leine. Das Lama Coco und das Alpaka Elvis. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Stefan Simon betreibt sie die Laki-Ranch in Lennestadt-Kickenbach. Insgesamt haben die beiden mehr als 30 Tiere bei sich auf der Ranch untergebracht.

Mit den Tieren können Kinder und Erwachsene spazieren gehen und sogar ein Fotoshooting machen. Doch die Ranch ist lediglich eine Nebenbeschäftigung der beiden. Karin ist eigentlich gelernte Krankenschwester und Stefan Tischler.

Bevor sie sich den Tieren widmen, gehen sie ihren Hauptberufen nach. Füttern, Pflegen, Spazieren – das sind nur einige der täglichen Aufgaben. Auch wenn der Tag so mal länger wird, machen beide es aus Leidenschaft und vor allem mit ganzem Herzen.

Schlechtes Wetter im Urlaub

Begonnen hat alles eher ungeplant. Vor mehr als zehn Jahren war das Ehepaar Simon an der Nordsee zum Urlaub machen. Misslungenes Wetter brachte die beiden dazu die Richtung zu wechseln und so ging es kurzer Hand an die Ostsee. Dort trafen sie jemanden, der Alpakas und Lamas besitzt. „Und da war es um uns geschehen“, erzählt das Ehepaar.

Kaum zurück in der Heimat angekommen, durchforsteten Stefan und Karin Simon das Internet nach den Tieren. Nach und nach kauften sie mehr Tiere. Dadurch entstand die Idee, das Ganze mit Menschen zu teilen und Erlebnisse, wie die Wanderungen oder Shootings für Besucher, anzubieten. „Für die Fotos kommt dann ein professioneller Fotograf“, sagt Stefan Simon.

Hengste wandern mit

Während sie mit zwei Tieren begonnen haben, laufen heute rund 30 flauschige Vierbeiner über die Wiese in Lennestadt. Allerdings bietet die Laki-Ranch nicht mit allen Tieren Spaziergänge an. „Wir gehen nur mit den Hengsten spazieren“, sagt Stefan Simon. Anders als vielleicht viele denken, sind Erwachsene die öfter gesehenen Gäste, erzählt die gelernte Krankenschwester. Denn sie ist diejenige, die hauptsächlich die Spaziergänge und Wanderungen macht. „Erwachsene sind meist begeisterter als Kinder.“

Manche Gäste waren sogar schon drei Mal bei einer Alpaka- und Lama-Wanderung dabei. Startpunkt ist das Landhaus zum Grund. Von da aus geht es dann mit einem flauschigen Vierbeiner an der Leine los auf die ein- oder zweistündige Wanderung. Die Besucher reisen teilweise aus ganz Deutschland an, erzählt Tischler Stefan Simon. „Sie übernachten dann hier in einem Hotel.“

Das Schöne an der Laki-Ranch seien nicht nur die Tiere, sondern auch, dass Karin Simon sich selbst aussuchen kann, wann sie die Ausflüge anbietet. „Ich muss natürlich gucken, wie es zeitlich bei mir passt.“

Produkte im Hofladen

Unterscheiden kann man die Alpakas und Lamas vor allem durch ihre Größe. „Viele denken, dass die Alpakas die Jungtiere sind“, sagt Karin Simon und lacht. Dabei sind sie einfach sehr viel kleiner.

Auf der Farm von den Simons geben meist die Lamas das Tempo vor. „Die Alpakas warten oft, bis ein Lama den Schritt angibt. Vorher gehen sie nicht weiter.“

Verstehen tun sich die Tiere gut, außer wenn es ums Essen geht. „Das ist auch der Grund, warum Lamas oder Alpakas anfangen zu spucken, da geht’s um Futterneid“, erklärt Stefan Simon. Also als Besucher keine Angst: Wenn das Tier Sie anspuckt, heißt das nicht, dass es Sie nicht leiden kann.

Ein Stück entfernt vom Startpunkt der Wanderung befindet sich noch ein Hofladen. Dort verkaufen Karin und Stefan Simon Socken, Stofftiere, Bettdecken und Seife.

Die Socken, Stofftiere und Decken produzieren die beiden aus der geschorenen Wolle der Alpakas und Lamas. In den Haaren der Wolle ist Keratin enthalten, mit dem die Simons dann Seife zubereiten.

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