Absatzrückgang

Kirchhoff Automotive schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Kirchhoff Automotive, hier eine Werkshalle in Attendorn, schickt viele Mitarbeiter ab dem 1. April in Kurzarbeit.

Kirchhoff Automotive, hier eine Werkshalle in Attendorn, schickt viele Mitarbeiter ab dem 1. April in Kurzarbeit.

Foto: WP

Attendorn/Iserlohn.  Große Autohersteller schließen ihre Werke. Das wirkt sich auch auf die Produktion bei Kirchhoff Automotive in Attendorn und Iserlohn aus.

Ab dem 1. April wird ein Großteil der rund 1300 Beschäftigten der beiden Kirchhoff-Werke in Iserlohn und Attendorn vorübergehend in Kurzarbeit gehen. Der Automobolizulieferer werde die Produktion in seinen Werken an den meisten weltweiten Standorten zurückfahren, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Bis dahin wird von den Möglichkeiten der tariflich geregelten Arbeitszeit-Flexibilisierung Gebrauch gemacht, zum Beispiel sofortiger Überstundenabbau, Resturlaub und so weiter. Seit Montag sind an den deutschen Standorten bereits alle Mitarbeitenden, die ihre Arbeit auch von zu Hause aus erledigen können, im Home-Office.

Von Werksschließungen großer Autohersteller betroffen

Da die Werke der Automobilhersteller nach und nach ihre Produktion einstellen, werden auch die Produkte von Kirchhoff Automotive nicht mehr angenommen. Volkswagen hat etwa einen Großteil seiner Werke in Europa geschlossen. „Größere Fertiglagerbestände können im Allgemeinen nicht vorgehalten werden, da Kirchhoff Automotive relativ großvolumige Baugruppen für Karosserie und Fahrwerk herstellt“, heißt es in der Pressemitteilung. „Daher ist auch die Produktion von Kirchhoff Automotive unmittelbar betroffen.“

„Natürlich sind die Auftragseingänge unserer Kunden zur Zeit stark rückläufig, aber es kommt auch hinzu, dass europaweit die Autohändler vom ,shut-down’ betroffen sind. Also können aktuell gar keine Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert werden“, so J. Wolfgang Kirchhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung. Zur Zeit wird geprüft, welche Bereiche in den verschiedenen Werken runter gefahren werden.

Rückgang der Verkaufszahlen in China, Europa und Nordamerika erwartet

Im Werk in Iserlohn bleiben bestimmte Produktionsbereiche weiter in Betrieb, wo Fahrzeugteile für Übersee produziert werden (USA, China, etc.). Denn die Werke der deutschen Hersteller in China fahren gerade ihre Produktion wieder hoch, so dass dort auch die Produkte aus Iserlohn wieder benötigt werden.

„Wir erwarten für dieses Jahr einen Rückgang der Verkaufszahlen in allen drei großen Märkten dieser Welt. Dieser wird jedoch phasenverschoben sein. China läuft wieder hoch, Europa läuft gerade runter und Nordamerika wird dem folgen“, so J. Wolfgang Kirchhoff.

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