Welthospiztag

Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe sagt Danke

Kinderhospize begleiten die gesamte Familie bereits ab der Diagnose.

Kinderhospize begleiten die gesamte Familie bereits ab der Diagnose.

Foto: Kathrin Menke

Olpe.  Das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe bedankt sich anlässlich des Welthospiztages am 12. Oktober bei allen Unterstützern.

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Es ist kein Tag der Trauer, sondern der Freude: Am Samstag, 12. Oktober, ist Welthospiztag. Ein Grund mehr, sich der Hospizarbeit zu widmen. „Ja, im Hospiz sind Menschen zu Gast, deren letzte Lebensphase bevorsteht. Nein, diese Menschen trauern nicht ausschließlich. Im Gegenteil, die verbleibende Zeit so schön wie möglich zu gestalten, ist das Ziel der Arbeit im Hospiz“, sagt Rüdiger Barth, Leiter des Kinder- und Jugendhospizes Balthasar in Olpe. Neben dieser gemeinsamen Zielsetzung gibt es jedoch einige Unterschiede zwischen Erwachsenen- und Kinderhospizen.

Seit 1986 gibt es in Deutschland Erwachsenenhospize. Elf Jahre später folgte Deutschlands erstes Hospiz für Kinder, das Kinderhospiz Balthasar in Olpe. Im Jahr 2009 schloss die (GFO) Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH eine weitere Lücke und gründete das erste Jugendhospiz Deutschlands, das Jugendhospiz Balthasar.

Die häufigsten Erkrankungen, mit denen Erwachsene in ein Hospiz kommen, sind Krebs oder Tumore. In Kinderhospizen sind jedoch lebensverkürzende Stoffwechsel- und Muskelerkrankungen die häufigste Ursache für eine Aufnahme. Außerdem ist im Gegensatz zum Erwachsenenhospiz im Kinderhospiz die ganze Familie zu Gast. Und das bereits ab der Diagnose „Ihr Kind ist unheilbar krank“. Das Besondere an Kinderhospizen ist, dass Pflegekräfte bis zu 24 Stunden die Versorgung des Kindes übernehmen und deren verbleibende Fähigkeiten fördern. Außerdem stehen speziell ausgebildete Kindertrauerbegleiter allen Familienmitgliedern zur Seite.

Eine angenehme Zeit

Vor allem geht es im Kinderhospiz darum, dass die betroffenen Familien eine schöne Zeit in angenehmer Atmosphäre erleben und das Leben und Lachen in den Vordergrund zu stellen. Oft erleben die erkrankten Kinder über Jahre noch viele schöne und fröhliche Momente.

Das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe ist aus diesem Grund besonders familiär eingerichtet, so dass es die Familien als ein zweites Zuhause auf Zeit empfinden. Ein Zuhause, das ihnen für etwa vier Wochen im Jahr für sogenannte Entlastungsaufenthalte bereitsteht, in der letzten Lebensphase unbegrenzt. Im Vergleich zum Erwachsenenhospiz ist in Kinderhospizen der Bedarf an finanzieller Unterstützung um ein Vielfaches höher. Das liegt unter anderem daran, dass Kinderhospize die gesamte Familie aufnehmen. Lediglich der Aufenthalt der erkrankten Kinder und Jugendlichen wird von den Kranken- und Pflegekassen bezahlt. Die Aufenthalte der Familien sind zu 100 Prozent spendenfinanziert.

Rüdiger Barth: „Auch zum Welthospiztag danken wir allen, die die Kinderhospizarbeit bis hierhin mitgetragen, mitfinanziert und damit letztlich ermöglicht haben.“

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